Hohe Qualität der Pflege in Salzburg

Schellhorn nach "Pflegegipfel": Die gute Betreuung der Menschen in Senioreneinrichtungen steht für alle an oberster Stelle

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.06.2017
 

(LK) "Die gute Betreuung der Menschen in den Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren steht in Salzburg für alle an oberster Stelle. Es gibt heute deutlich mehr Pflegepersonal als vor etwa zehn Jahren und wir haben ein gut funktionierendes, mehrstufiges Kontrollsystem. Die Bewohnerinnen und Bewohner können darauf vertrauen, dass sie in den Seniorinnen- und Seniorenwohnhäusern eine qualitätsvolle Pflege erhalten", betonte Salzburgs Sozialreferent Landesrat Heinrich Schellhorn heute, Freitag, 23. Juni, nach dem "Pflegegipfel" bei Sozialminister Alois Stöger in Wien.

"Der heutige Termin bot Gelegenheit, die wichtigsten Eckpfeiler des guten Salzburger Pflegesystems auch den anderen Bundesländern vorzustellen. So war das Pflegegesetz in Salzburg mit seinem Konsumentenschutzcharakter lange vor dem Heimaufenthaltsgesetz in Kraft und das erste dieser Art in Österreich. Sollte es vom Bund weitere Initiativen für Qualitätsverbesserungen geben, werden diese sicherlich beim nächsten Finanzausgleich behandelt. Im gerade abgeschlossenen Finanzausgleich für die nächsten Jahre konnten vom Sozialministerium bis auf einen Kostendämpfungspfad nur wenige konkrete Weiterentwicklungen festgeschrieben werden", so Schellhorn.

Deutlich mehr Personal in den vergangenen Jahren

Im Land Salzburg gibt es mehr als 5.100 Plätze in Seniorinnen- und Seniorenwohnhäusern, fast 4.200 davon sind in Häusern, die von öffentlichen Trägern, also Gemeinden, geführt werden. In den vergangenen Jahren wurde das Personal im Vergleich zu den Bewohnerinnen und Bewohnern außerordentlich erhöht: So gab es allein in den Jahren 2010 bis 2015 eine Erhöhung um 12,5 Prozent (Vollzeitäquivalente).

Im Langzeitvergleich zeigt sich das noch deutlicher: Von Anfang 2005 bis Ende 2014 hat sich die Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner um drei Prozent erhöht, beim betreuenden Pflegepersonal gab es hingegen eine Steigerung von 30,6 Prozent. Die durchschnittliche Pflegestufe der Bewohnerinnen und Bewohner ist in dieser Zeit von 3,11 auf 3,92 gestiegen.

Ende 2016 waren in den Wohnhäusern für Seniorinnen und Senioren mehr als 2.100 Vollzeitstellen besetzt. Insgesamt haben 2.781 Personen dort gearbeitet und die knapp 4.900 Bewohnerinnen und Bewohner betreut.

Engmaschiges und mehrfaches Kontrollsystem

"Salzburg zeichnet sich durch ein engmaschiges und mehrfaches Kontrollsystem aus", sagte Schellhorn: Neben der OPCAT-Kommission der Volksanwaltschaft, die Menschenrechtsverletzungen überprüfen soll, gibt es auch noch die Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung, die freiheitsbeschränkende Maßnahmen überprüft. Primäres Kontrollorgan für alle Pflegebereiche (stationär, ambulant und Tageszentren) ist die Fachaufsicht des Landes Salzburg. Sie überprüft die Einhaltung der landesgesetzlichen Rahmenbedingungen nach dem Salzburger Pflegegesetz. "Jede einzelne dieser Kontrollinstanzen leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung eines guten Betreuungsniveaus", so der Sozialreferent.

Aber auch die Kontrolle durch die Angehörigen und Besucherinnen und Besucher, die mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt stehen, sei wichtig. Auch sie können Probleme oder Beobachtungen anonym an das Land melden, das diesen Meldungen auch sofort nachgeht. "Bei allen Beschwerden bin ich sehr streng und die Prüferinnen und Prüfer der Fachaufsicht sind auch immer in den darauffolgenden Tagen gleich an Ort und Stelle. Salzburg hat so quasi ein drei- bzw. vierfaches Kontrollsystem und das ist gut so", betonte Schellhorn

In Salzburg sind 80 Prozent der Plätze in gemeindeeigenen Wohnhäusern. Durch die enge Bindung der Gemeinden zu ihren Bürgerinnen und Bürgern, zu den sowohl Bewohnerinnen und Bewohner als auch Angehörige zählen, ist die qualitätsvolle Pflege oberstes Gebot.

Keine Beanstandungen in Salzburg

"Abschließend bleibt zu sagen", so Sozialreferent Schellhorn, "dass im Bericht der Volksanwaltschaft, Salzburg eigentlich keine Rolle spielt. Die OPCAT-Kommission der Volksanwaltschaft hat im Vorjahr die Seniorinnen- und Senioreneinrichtungen in Großgmain, Maishofen, Mauterndorf, Saalfelden, Tamsweg, Zell am See, Salzburg-Aigen sowie eine Einrichtung in der Landeshauptstadt (Betreiber Rotes Kreuz) überprüft. Es gab keine Beanstandungen. Ich bin überzeugt von der Qualität der Pflege in Salzburg und das können auch die Bewohnerinnen, Bewohner und Angehörigen sein." 170623_22 (kg/sm)

Weitere Informationen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

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