Neue Organisation und Führung der Gynäkologie in Hallein durch Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe erfolgreich

Stöckl: Krankenhaus Hallein stellt mit 160 Betten und 300 Mitarbeitern Grundversorgung von 50.000 Menschen im Tennengau sicher

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.07.2017
 

(HP) Die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsklinikum Salzburg und der Gynäkologie der Landesklinik Hallein ist erfreulich. Die Geburtenrate steigt im Bundesland Salzburg seit Jahren kontinuierlich an.

2016 kamen 5.888 Kinder im Bundesland Salzburg zur Welt. Das ist eine Steigerung von rund 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2015. Insgesamt sind das 235 Babys, die zusätzlich das Licht der Welt in Salzburg erblickten. Auf Schulklassen umgerechnet sind es knapp acht Schulklassen. Die 98 Betten am Uniklinikum Salzburg sind deshalb gut ausgelastet.

"Die Patientinnen aus dem Tennengau können insgesamt auf eine sehr gute regionale Gesundheitsversorgung zählen", sagte Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl heute, Dienstag, 4. Juli, bei einem Informationsgespräch in Hallein. "6.500 stationäre Aufnahmen pro Jahr und 800 Geburten zeigen die Notwendigkeit des Krankenhauses für die Region. Die Zusammenarbeit mit dem Uniklinikum funktioniert sehr gut. Die Landesklinik Hallein bietet auch in der Geburtshilfe eine Win-Win-Situation für alle. Die Gesundheit von Mutter und Kind sind dadurch doppelt abgesichert, da das Team der Uniklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe eng mit dem Team der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Landesklinik Hallein zusammen arbeiten. Die Patientinnen profitieren bei dieser engen Kooperation des Uniklinikums Salzburg mit der Landesklinik Hallein von einer wohnortnahen Behandlung in ihrer Region und der besonderen individuellen Hinwendung und Pflege im persönlichen Umfeld. Um die Spitäler und damit die Gesundheitsversorgung in den Regionen zu sichern, führt an Kooperationen, Zusammenlegungen und Leistungsabstimmungen kein Weg vorbei. Da sind wir mit der Landesklinik Hallein und dem Uniklinikum auf einem sehr guten Weg, der 2018 abgeschlossen sein wird."

"Die 98 Betten am Uniklinikum Salzburg sind sehr gut ausgelastet", erklärte Paul Sungler, Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken (SALK). "Wir können den Tennengauer Patientinnen mit der Landesklinik Hallein eine echte Alternative anbieten. Die Patientinnen haben hier eine wohnortnahe Versorgung und die persönliche Atmosphäre einer kleineren Klinik auf höchster Qualitätsstufe. Aber auch der uro-gynäkologische Schwerpunkt und die Tagesklinik haben sich schon gut etabliert. Eine Frequenz von fast 1.000 Operationen im Jahr zeigt das anhaltend hohe Vertrauen der Bevölkerung in ihre Klinik."

Die Doppelspitze der Gynäkologen Thorsten Fischer und Gottfried Trabitzsch hat sich zum Ziel gesetzt, einerseits den Charme und die besonders persönliche Atmosphäre der Landesklinik Hallein auch in Zukunft zu schützen und gleichzeitig die Klinik an die klinischen Möglichkeiten der Universitätsfrauenklinik anzubinden. "Die rund 800 Geburten und rund 1.000 Operationen im vergangenen Jahr zeigen, wie gerne werdende Eltern und Patientinnen das regionale Angebot weiterhin annehmen. Das möchten wir noch forcieren. Darüber hinaus haben wir neben Salzburg auch in Hallein zeitnah einen uro-gynäkologischen Schwerpunkt und eine Tagesklinik geschaffen", betonte Fischer und ergänzte: "Wir bieten den Patientinnen rund um die Uhr einen Facharztstandard und gewährleisten ebenso eine sehr gute Pflege- und Hebammenversorgung."

Uro-gynäkologischer Schwerpunkt

Das seit vielen Jahren etablierte Halleiner Oberarztteam mit Robert Kepplinger, Maria Trattner und Magda El-Alfi bringt mit großer Freude ihre Expertise bei der Versorgung der Halleiner Bevölkerung ein. Der Standortleiter der Gynäkologie in Hallein, Gottfried Trabitzsch, betonte dazu: "Sie und alle weiteren Fach- und Assistenzärztinnen und -ärzte sind die Basis für die professionelle Versorgung der Bevölkerung in und um Hallein." Trabitzsch ist besonders optimistisch, da ein österreichweit häufig diskutierter Mangel an Ärztinnen und Ärzten in Halleins Frauenklinik nicht spürbar ist. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die uro-gynäkologische Versorgung der Tennengauer Bevölkerung. Trabitzsch ist ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet und hat sich zum Ziel gesetzt, allen Frauen, die bisher den Weg in das Krankenhaus gescheut haben, zu helfen. "Frauen mit Senkungs- und Inkontinenzbeschwerden können häufig durch geeignete Maßnahmen erfolgreich behandelt werden", betonte Gottfried Trabitsch.

Krankenhaus Hallein wird Landesklinik: Integration Schritt für Schritt 2018 abschließen

Die vollständige Integration des Krankenhauses Hallein in die Salzburger Landeskliniken erfolgt in zwei Schritten. Mit Anfang 2017 wurden die bestehenden Kooperationen der Kliniken weiter ausgebaut und das personelle und inhaltliche Zusammenspiel der verschiedenen Abteilungen intensiviert. Die Radiologie unterstützt bei der Sicherstellung der diagnostischen Leistungen. Die Gynäkologie und Geburtshilfe an beiden Standorten verzahnten ihr Leistungsangebot.

Die Personalverwaltung erfolgt durch die SALK. Aus- und Weiterbildung werden zwischen den Häusern abgestimmt entwickelt und angeboten. Die technischen Expertinnen und Experten unterstützen die Kolleginnen und Kollegen der Landesklinik Hallein beratend.

Die vollständige Integration ist für 2018 geplant. Dabei bleiben die derzeit vorhandenen Fachgebiete und Abteilungen erhalten. Die Integration beinhaltet die Übernahme der von der SALK genutzten Informationstechnologie-Systeme und die weiteren technischen Subsysteme. Die Landesklinik Hallein gehört dann wie zum Beispiel die Landesklinik St. Veit im Pongau oder die Landesklinik Tamsweg zum Rechtsträger SALK. 170704_56 (rb/grs)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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