Tauernklinikum Mittersill wurde zum "Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus" zertifiziert

Stöckl: Beide Tauernkliniken Mittersill und Zell am See zeichnen sich als "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" aus

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.07.2017
 

(HP) Seit gestern, Mittwoch, 12. Juli, darf sich das Tauernklinikum Mittersill "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" nennen. Gestern wurde das Gütesiegel an den Geschäftsführer der Tauernkliniken, Franz Öller, und an das gesamte Team mit der Selbsthilfebeauftragten der Tauernkliniken, Christina Landegger, im Beisein von Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und dem Bürgermeister von Zell am See, Peter Padourek, übergeben. Aufgrund der weiterführenden Kooperation mit der Selbsthilfe Salzburg wurde der Tauernkliniken-Standort Zell am See nach drei Jahren erneut mit dem Gütesiegel rezertifiziert.

Nunmehr zeichnen sich beide Standorte der Tauernkliniken als "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" aus. Das ärztliche und pflegerische Handeln wird durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfe erweitert, und der Kontakt der Patientinnen und Patienten mit den Selbsthilfegruppen wird aktiv unterstützt. Vertreterinnen und Vertreter aus Selbsthilfegruppen sind in erster Linie Fachleute in eigener Sache und können so einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Patientinnen und Patienten liefern.

Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige können bereits vor und während einer Behandlung Unterstützung durch Selbsthilfegruppen erhalten und werden auch über weitere Hilfe nach der Entlassung aus dem stationären Aufenthalt umfassend informiert. Entsprechendes Informationsmaterial wie Folder und Verzeichnisse der Selbsthilfegruppen mit Kontaktdaten liegen auf den Stationen und in den Ambulanzen in den Tauernkliniken auf.

Landeshauptmann-Stellvertreter Stöckl betonte: "Die Anstrengungen haben sich gelohnt, der Tauernklinikum-Standort Mittersill hat mit dem Gütesiegel 'Selbsthilfefreundliches Krankenhaus' nunmehr auch ein sichtbares Zeichen der ausgezeichneten Kooperation zwischen dem Krankenhaus und den verschiedenen Selbsthilfegruppen. Aus der verbindlichen, strukturierten und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen einem Krankenhaus und den Selbsthilfegruppen entstehen sowohl Vorteile für das Krankenhaus und seine Patientinnen und Patienten als auch für die Selbsthilfegruppen. Krankenhäuser und Patientinnen und Patienten profitieren von den Erfahrungen der Selbsthilfegruppen, die zusätzlich zur fachlichen Kompetenz der Ärztinnen und Ärzte eingesetzt werden. Und die Selbsthilfegruppen können sich durch die Kooperation mit einem Krankenhaus leichter etablieren, erlangen mehr Akzeptanz und einen höheren Bekanntheitsgrad. Natürlich ist Selbsthilfe kein Ersatz für eine professionelle Medizin, aber eine wertvolle Ergänzung im Alltag", so Stöckl, der dem Team des Krankenhauses in Mittersill rund um die Selbsthilfebeauftragte Christina Landegger für das große Engagement dankte und zu dieser Auszeichnung gratulierte.

"Mit dem mobilen Beratungsstand der Selbsthilfe Salzburg informieren wir im Tauernklinikum Zell am See jeweils am ersten und dritten Dienstag im Monat von 13.00 bis 16.00 Uhr direkt auf den Stationen rund um das Thema Selbsthilfe", so Tauernkliniken-Geschäftsführer Öller. "Mit dieser im Land Salzburg erstmalig installierten mobilen Anlaufstelle für alle Fragen zu Selbsthilfegruppen, insbesondere im Pinzgau, setzt das Tauernklinikum einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu mehr Patientinnen- und Patientenorientierung. Diese Beratungsstelle wurde über das Projekt 'Selbsthilfefreundliches Krankenhaus' aufgebaut und ist für alle Interessierten kostenlos und ohne Voranmeldung möglich."

Die aktuellen Termine mit Angabe der Stationen sind unter www.selbsthilfe-salzburg.at und im Aushang des Tauernklinikums ersichtlich. 170713_52 (grs/sab)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.