Parkhaus im Vollbetrieb bringt Verkehrsberuhigung in der Klinik

Stöckl: Investitionen in das neue Parkhaus kommen dem ganzen Haus zugute

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.08.2017
 

(HP) Das Parkhaus am Klinikgelände des Landeskrankenhauses in Salzburg ist ab heute, Dienstag, 8. August, im Vollbetrieb. Der Vollbetrieb war in Abhängigkeit des Baufortschritts des Laborgebäudes und der Errichtung einer ampelgeregelten Kreuzung in der Rudolf-Biebl-Straße möglich.

Bisher konnte man nur über das LKH-Klinikgelände in das Parkhaus gelangen, heute nicht mehr möglich sein wird. Die Ein- und Ausfahrt für das Parkhaus ist ab diesem Zeitpunkt nur noch über die Rudolf-Biebl-Straße möglich. Der Weg führt unter dem neu geschaffenen Laborgebäude hindurch, direkt in das elfstöckige Parkhaus. Damit kann man nun insgesamt 1.250 Parkplätze nutzen und die unteren drei Ebenen des Parkhauses sind damit auch erschlossen.

Verkehrsberuhigtes Uniklinikum erleben

Um das Parkhaus bauen zu dürfen, mussten die gesetzlichen Auflagen der Stadt Salzburg und der Salzburger Landesregierung zur Verkehrsberuhigung erfüllt werden. Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl erklärte: "Die Investitionen in das neue Parkhaus kommen dem ganzen Haus zugute, denn mit dem Vollbetrieb des Parkhauses kann der Individualverkehr am Klinikgelände auf ein Minimum reduziert werden. Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von der Verkehrsberuhigung, und die vielen gefährlichen Situationen auf den Straßen am Klinikgelände gehören nun endgültig der Vergangenheit an."

Mobilitätskonzept läuft gut

Stadtrat Johann Padutsch betonte: "Vorrangige Aufgabe war es, das Klinikgelände weitgehend autofrei zu gestalten und damit einen lebenswerten, ruhigen, öffentlichen Raum zu schaffen. Auch die aktive Förderung des Fahrradverkehrs durch Schaffung überdachter Fahrradabstellplätze wurde vom Management der Salzburger Landesklinken vorbildhaft erfüllt."

Andreas Schmidbaur, Abteilungsvorstand Raumplanung und Baubehörde Stadt Salzburg, sagte: "Die Erreichbarkeit der Klinik ist durch die zentrale Stadtlage ideal. Es gibt eine sehr gute Anbindung des Klinikareals an die S-Bahn-Stationen und Bushaltestellen im Bereich Rudolf-Biebl-Straße und der Gaswerkgasse. Es gibt also eine Vielzahl von Angeboten im Mobilitätsmanagement, die alternativ zum Auto bestehen."

Mit den Angeboten des Mobilitätsmanagements möchte man Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Weg zur Arbeit ohne Auto schmackhaft machen. Beispielsweise werden Informations-Veranstaltungen zum Thema öffentlicher Verkehr abgehalten, Fahrgemeinschaften gefördert und jährliche Radverkehr-Aktionen wie zum Beispiel "Wer radelt gewinnt" durchgeführt.

Parken auf dem Klinikgelände ist teurer als im Parkhaus

Die Zufahrten Mülln und Aiglhof sind nur noch für einen sehr eingeschränkten Personenkreis gestattet, zum Beispiel für Notfälle oder den Transport von geschwächten Patientinnen und Patienten. Die Parktarife auf dem Klinikgelände sind in Zukunft auch empfindlich hoch: Hier bezahlt man nach 30 Minuten den doppelten Tarif des Parkhauses. Nach einer halben Stunde kostet das Parken 5,20 Euro und im Parkhaus vergleichsweise nur 2,60 Euro.

Paul Sungler, Geschäftsführer Salzburger Landeskliniken, erklärte: "Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen mit dem Vollbetrieb des Parkhauses am Campus keine Parkmöglichkeiten mehr zur Verfügung. Für Patientinnen und Patienten oder ihren Angehörige gibt es weiterhin Ausnahmen für das Parken am Klinikgelände: Vergünstigt parken kann ein eingeschränkter Personenkreis, der besonderen Belastungen ausgesetzt ist, beispielsweise sind das Dialysepatientinnen und -patienten oder jene Patientinnen und Patienten, die eine onkologische Ambulanz aufsuchen müssen. Diese können bis zu einer Dauer von zwei Stunden verbilligt parken. Auch für Eltern von Kindern auf der kinderonkologischen Bettenstation und der kinderonkologischen Ambulanz sowie Väter am Tag der Geburt des Kindes gilt diese Regelung."

Daten um Parkhaus im Überblick

Der Vollbetrieb ab heute umfasst 1.250 Parkplätze. Bisher wurden die unteren drei Stockwerke noch nicht genutzt, damit standen bis August 2017 nur 939 Parkplätze zur Verfügung. Nach der Fertigstellung des Tiefbaus vom Laborgebäude können auch die unteren drei Stockwerke genutzt werden, das sind insgesamt zehn Ebenen. Die Investitionssumme beträgt rund 18 Millionen Euro. Die Auslastung des Parkhauses beträgt an intensiven Tagen bis zu 90 Prozent der im Teilbetrieb genutzten 950 Parkplätze. Das Parkhaus am Universitätsklinikum Salzburg-LKH ist im Februar 2015 in Teilbetrieb gegangen.

Die Einfahrt und Ausfahrt erfolgen über die zentrale ampelgeregelte Kreuzung an der Rudolf-Biebl-Straße. Die Stellplätze auf dem Klinikgelände wurden auf ein Mindestmaß verringert. Es gibt nun keine Möglichkeit mehr, dass man vom Klinikgelände in das Parkhaus gelangt, nur noch über die ampelgeregelte Kreuzung an der Rudolf-Biebl-Straße. Damit wird auch der motorisierte Individualverkehr im historischen Bereich Müllegger-Tor gesperrt. Es gibt eine ideale Anbindung des Klinikareals an die S-Bahn und Bus-Station im Bereich Rudolf-Biebl-Straße und Gaswerkgasse. Der Fahrradverkehr wird durch die Schaffung überdachter Fahrradabstellplätze aktiv gefördert. Die Auflagen aus dem Umweltverträglichkeitsprüfungs-Bescheid des Landes und die Obergrenze von 950 öffentlich nutzbaren Stellplätzen wurden eingehalten. 170808_53 (rb/grs)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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