Salzburgs Bienenjahr sehr ertragreich bei Waldhonig

Schwaiger: Heimische Imkerschaft für Salzburg nicht wegzudenken / Anzahl der Imker steigt kontinuierlich

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.08.2017
 

 

(LK) Das Salzburger Bienenjahr 2017 neigt sich dem Ende zu, und die Bilanz kann sich sehen lassen: Die Bienenvölker haben sich in diesem Jahr im gesamten Bundesland sehr gut entwickelt, es gibt einen sehr guten quantitativen sowie qualitativ hochwertigen Ertrag vor allem an Waldhonig.

"Die heimische Imkerschaft mit ihren Bienenvölkern ist für die flächendeckende Bestäubung vieler Wild- und Kulturpflanzen wesentlich und für Natur und Landwirtschaft im Bundesland nicht wegzudenken", so Landesrat Josef Schwaiger heute, Mittwoch, 30. August. "Der in diesem Jahr besonders große Honigertrag in Salzburg ist nicht nur auf die warme Witterung zurückzuführen, sondern auch auf das große Engagement der Imkerinnen und Imker. Sie stecken viel Arbeit und Liebe in die Imkerei und leisten damit gleichzeitig einen unschätzbaren Beitrag zum Erhalt der Vielfalt an Blühpflanzen in der Salzburger Landwirtschaft und der Biodiversität", so Schwaiger weiter.

Mussten im vergangenen Jahr die Imkerinnen und Imker in Salzburg durch die Varroamilbe, des weltweit meistverbreiteten Bienenschädlings, einen Verlust von 30 bis 50 Prozent an Bienenvölkern (Verluste Frühjahr 2017 und Auswirkungen aus dem Jahr 2016) hinnehmen, haben sich nach einem eher wettermäßig schlechten Frühjahr die Bienenvölker positiv entwickelt.

"Durch die Schönwetterperioden ab Mitte Mai hat sich im ganzen Bundesland eine gute Waldtracht herausgebildet welche die Bienen auch nützen konnten. Das heißt, heuer gibt es vor allem einen großen und qualitativ hochwertigen Anteil an Fichten- und Weißtannenhonig", so Imkermeister Matthias Fink. "Und im Hochgebirge konnten die Imkerinnen und Imker einen ausgezeichneten Almrauschhonig ernten", so der Imkermeister. Der Anteil des Frühjahrs-Blütenhonigs sei hingegen sehr gering, lediglich in der Stadt Salzburg und entlang der Salzach seien hier Erträge zu verzeichnen.

Imkerei boomt weiterhin

Sehr erfreulich ist auch, dass die Anzahl der Imkerinnen und Imker im Bundesland stetig zunimmt. "Den Neueinsteigerinnen und -einsteigern geht es aber vor allem darum, eigenen Honig zu erzeugen und einen Beitrag zum Erhalt der Natur zu leisten", ist Fink überzeugt. Zählte der Salzburger Landesverein für Imkerei und Bienenzucht vor sieben Jahren 1.850 Mitglieder, sind es heuer bereits mehr als 2.560.

"Wie wichtig die Bienenhaltung ist, kann man erst erkennen, wenn es keine Bienen mehr gibt, ein Zustand den wir hoffentlich nie erreichen werden. Dieser oft strapazierte Satz hat aber leider nach wie vor absolute Gültigkeit. In Salzburg mache ich mir bei einer so engagierten und lebendigen Gemeinschaft von Imkerinnen und Imkern keine Sorgen um die Zukunft der Bienen", sagte Landesrat Schwaiger.

Klare Deklaration des Herkunftslandes bei Import-Honig

Trotz eines guten Erntejahres in Salzburg kann der heimische Honigbedarf ohne Importe nicht gedeckt werden. Bei Importhonig ist jedoch vielfach nicht genau ersichtlich, aus welchem Land der Honig stammt. "Eine klare Herkunftsdeklaration, wie sie in Österreich bereits üblich ist (Ursprungsland Österreich), ist absolut wünschenswert. Denn die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht darauf zu erfahren, woher das Produkt stammt", sind sich Schwaiger und Fink einig.

Der Landesverein für Imkerei und Bienenzucht in Salzburg gliedert sich in 82 Ortsgruppen mit rund 2.565 Mitgliedern, die mehr als 25.000 Bienenvölker betreuen. Der Landesverein bietet auch flächendeckend Imkerkurse an. Informationen können unter www.imkerhof-salzburg.at/ abgerufen werden. 170829_10 (ram/grs)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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