Beschl├╝sse der Jugendlandtage im Landtag behandelt

Ausschussberatungen des Salzburger Landtags

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.09.2017
 

(LK) Der Salzburger Landtag beschäftigte sich heute, Mittwoch, 13. September, den ganzen Nachmittag im Petitionsausschuss mit den Beschlüssen der Salzburger Jugendlandtage 2016 und 2017.

"Die Jugendlandtage haben einmal mehr bewiesen, dass von einer Politikverdrossenheit der Jugend nicht gesprochen werden kann. Es wurde sehr lebendig diskutiert. Die Anträge werden konsequent weiterverfolgt. Heute haben wir uns im Petitionsausschuss des Salzburger Landtages mit den Beschlüssen aus den Jahren 2016 und 2017 beschäftigt", so Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf.

     Jugendlandtag gesetzlich verankert

Der Salzburger Jugendlandtag wurde als Format der Jugendbeteiligung durch einen einstimmigen Landtagsbeschluss vom 5. Oktober 2016 gesetzlich verankert.

"Politische Partizipation ist mehr als einmal in fünf oder sechs Jahren zur Wahl zu gehen. Eine Teilnahme am politischen Prozess bedeutet, sich zu informieren, sich einzubringen, mitzureden und die eigene Umgebung zu gestalten. Das Projekt 'Salzburger Jugendlandtag' gibt jungen Menschen eine Stimme", führte Landtagspräsidentin Pallauf in dem von ihr erarbeiteten Konzept für den Jugendlandtag aus und betonte darin, dass die Politik eine Bringschuld habe, sich zu erklären: "Viele politische Entscheidungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Lebenswelt von Jugendlichen und fast alle betreffen diese. Es ist unsere Bringschuld, uns und die politischen Vorgehensweisen zu erklären. Dieser kommen wir mit Beteiligungsformaten wie dem Jugendlandtag gerne nach."

     Breites Themenspektrum

Die Themen, die in beiden Jugendlandtagen angesprochen wurden, reichen von Mobilität und Regionalität über Umweltschutz bis hin zu erschwinglichem Wohnen und natürlich Aus- und Weiterbildung.

"Einige Vorschläge der Jugendlichen haben wir bereits im Salzburger Landtag diskutiert. Zum geforderten 'Tag der Aufklärung' gibt es bereits einen Landtagsbeschluss. Die zuständige Abteilung des Landes wird prüfen, ob dieser umsetzbar ist", so Pallauf zu den bereits im Landtag behandelten Beschlüssen der Jugendlichen.

     Auswahl per Zufallsziehung

Für 2017 wurden per Zufallsziehung 800 Salzburger Mädchen und Burschen im Alter von 16 bis 20 Jahren aller Regionen des Landes ausgewählt. Im Jahr 2016 nahmen rund 40 und im Jahr 2017 rund 50 Jugendliche an der Plenarsitzung des Salzburger Jugendlandtages teil.

"Wir legen besonderen Wert darauf, bei der Einladung auf eine gute Durchmischung der Jugendlichen zu achten. Es ist mir wichtig, dass Salzburgerinnen und Salzburger aus allen Bezirken, verschiedenen Schultypen und verschiedenen Altersgruppen mit dabei sind. Das Auswahlverfahren von 2016 hat sich bewährt und brachte auch 2017 eine ausgewogene Mischung an Teilnehmerinnen und Teilnehmern", sagte Pallauf zur Zufallsauswahl.

Auch die Landesregierung stand den Jugendlichen beim Jugendlandtag in einer eigens konzipierten Fragestunde zu aktuellen Themen Rede und Antwort.

Die Debatte im Petitionsausschuss kann im Videoarchiv des Salzburger Landtags nachgesehen werden.

Die Sitzungen des Plenums des Salzburger Landtags sowie der Ausschüsse können auch live im Internet mitverfolgt werden. Die Statements der Abgeordneten und die Diskussionsbeiträge zu den einzelnen Tagesordnungspunkten stehen unmittelbar danach auf Abruf zum Nachhören und Nachsehen bereit. 170913_31 (jus/kg)

Weitere Informationen: Christoph Bayrhammer, Büro Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Tel.: +43 662 8042-2618, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

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