Neubau der Josef-Rehrl-Schule in Lehen

Stöckl beim Spatenstich für das 13,5-Millionen-Euro-Projekt

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.09.2017
 

(HP) Die Josef-Rehrl-Schule im Salzburger Stadtteil Lehen ist ein wichtiger Bestandteil der Salzburger Schullandschaft. Rund 130 hörbeeinträchtigte Schülerinnen und Schüler werden dort auf dem Gelände des Landeszentrums für Hör- und Sehbildung (LZHS) gemeinsam mit Kindern ohne Beeinträchtigung, die auch die Gebärdensprache lernen, unterrichtet. Nun wird das alte Schulgebäude um 13,5 Millionen Euro neu errichtet. Das Projekt wird von der Salzburg Wohnbau in Kooperation mit dem Salzburger Architekturbüro „kofler architects“ und der Baufirma STRABAG umgesetzt. Unmittelbar nach Schulende wurde das bestehende Gebäude abgerissen und danach mit den Bauarbeiten begonnen. Gestern, Mittwoch, 20. September, erfolgte der offizielle Spatenstich für den Neubau inklusive Turnsaal und Freiflächen. Die Fertigstellung ist für Sommer 2019 geplant. Bis dahin bleiben die Schüler im angrenzenden ehemaligen Blindenheim. 

     Großes Know-how erforderlich

„Das alte Schulgebäude war einfach nicht mehr tragbar und hat den Anforderungen dieser speziellen und wichtigen Schulform nicht mehr entsprochen. Für den Neubau der Josef-Rehrl-Schule ist es uns in intensiver Vorbereitungsarbeit gelungen, ein sehr gutes Projekt umsetzungsbereit zu machen, in das mehrere Abteilungen des Landes, die Stadt Salzburg, der Gestaltungsbeirat und die Elternvertretung eingebunden waren," so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl: "Deshalb freue ich mich, dass jetzt die Umsetzung dieses so wichtigen Projektes begonnen hat und zügig vorangetrieben wird. Wichtig war es uns auch, dass die Schülerinnen und Schüler während der Bauphase in adäquaten und geeigneten Räumlichkeiten untergebracht sind, in denen sie sich wohl fühlen. Das ist uns im ehemaligen Landesblindenwohnheim gelungen, wo die Räumlichkeiten entsprechend adaptiert wurden und die Schülerinnen und Schüler bis zur Fertigstellung des Neubaus in der gewohnten Qualität unterrichtet werden.“,

Das Ausschreibeverfahren dieses Sonder-Projektes erfolgte nach dem Bundesvergabegesetz, das die Salzburg Wohnbau als Komplettanbieter in den Bereichen Planen, Bauen und Verwalten für sich entscheiden konnte. Die Errichtungskosten liegen bei rund 13,5 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer und werden durch eine monatliche Miete inklusive Wartungs- und Betriebsführungskosten in 30 Jahren durch das Land refinanziert. „Aufgrund unseres großen Know-hows bei Schulbauten gelang es uns mit unseren Technik-Experten, die Anforderungen der Nutzer an diesen Bau zu erfassen und die entsprechenden technischen Komponenten in das Gebäude zu integrieren“, erläutert Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Roland Wernik.

     Neue Erkenntnisse fließen in Senioren-Wohn-Projekte ein

Die bei der Umsetzung neu gewonnene Erkenntnisse für Menschen mit Beeinträchtigungen will die Salzburg Wohnbau wieder bei der Errichtung für Seniorenwohnheime einfließen lassen. „Senioren-Wohnen ist bei uns ein großes Thema und auch ältere Menschen haben mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen zu kämpfen. Mit der Realisierung von Projekten wie der Josef-Rehrl-Schule sammeln wir wertvolle Erfahrungen, mit denen wir durch bauliche Umsetzungen älteren Menschen den Alltag erleichtern können“, erklärt Christian Struber, Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau.

     Zwei Würfel ineinander verschoben

Geplant wurde der Neubau der Josef-Rehrl-Schule vom Salzburger Architekturbüro „kofler architects“. Das neue Gebäude wird aus zwei unterschiedlich hohen Würfeln bestehen, die ineinander verschoben sind. Da sich die Schule in einer wunderschönen Parklandschaft mit alten Bäumen befindet, wurde großes Augenmerk auf die Harmonie zwischen Außenfassade und Natur gelegt. Eine senkrechte Holzschalung in unterschiedlichen Dimensionen aus sägerauher Lärche wird die Fassade lebendig gestalten und eine Verbindung zu den Bäumen im Park schaffen. Das Gebäude erhält zudem eine Passivhausgebäudehülle. Die Energieversorgung erfolgt zum Teil über Fernwärme, kombiniert mit einer Luftwärmepumpe, einer Photovoltaikanlage und einer Wärmerückgewinnung in der Lüftungsanlage. Entsprechend einem zeitgemäßen Gebäude können dadurch die Betriebskosten sehr niedrig gehalten werden. 170921_24