Kirche und Politik auf den Spuren der Schöpfung

Schwaiger: Erzbischof Franz Lackner besuchte Landwirtschaftliche Fachschule Kleßheim und Stiedlbauer in Seeham

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.09.2017
 

(LK) Der sorgsame Umgang mit der Schöpfung ist ein Leitmotiv des Salzburger Erzbischofs Franz Lackner. Zur traditionellen Schöpfungszeit der katholischen Kirche, die vom "Tag der Schöpfung" am 4. September bis 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franziskus, dauert, besuchte der Erzbischof gemeinsam mit Agrarlandesrat Josef Schwaiger kürzlich die Landwirtschaftsschule in Kleßheim, samt angeschlossenem Lehrbetrieb, und einen Landwirtschaftsbetrieb im Flachgau.

"Der christliche Glaube ist in Kultur und Tradition stark verankert. Die Werte, die die katholische Kirche in Salzburg vermittelt, werden nicht nur von gläubigen Menschen, sondern weit darüber hinaus gelebt. Der sorgsame Umgang mit der Schöpfung hat vor allem in der Landwirtschaft, die von der Natur lebt und mit ihr arbeitet, einen hohen Stellenwert. Davon konnten wir uns sowohl in der Landwirtschaftsschule Kleßheim als auch beim Stiedlbauernhof in Seeham überzeugen", sagte Landesrat Schwaiger.

Die Landwirtschaftliche Fachschule in Kleßheim vermittelt den 246 Schülerinnen und Schülern am eigenen Betrieb, dem Landesgut Kleßheim, den professionellen und auch sorgsamen Umgang mit den Tieren.

"Die Landwirtschaftsschule Kleßheim nimmt als erster Schulstandort in Österreich mit reiner Bio-Heumilchproduktion zudem eine Vorreiterrolle ein. Der ganzjährige Auslauf für die Milchkühe sowie das Weiden auf einer Kurzrasenweide steigern das Wohl der Tiere und sind die Voraussetzung für die hohe Milchqualität. Die Kühe benötigen zudem weniger Kraftfutter. Davon profitieren die Tiere und der landwirtschaftliche Betrieb in Kleßheim gleichermaßen", so Schwaiger.

"Der Besuch hat mich in meine Kindheit, in der Mensch und Tier in enger Verbundenheit gelebt haben, zurückversetzt. Es war eine Freude zu sehen, mit welch großem Interesse die Schülerinnen und Schüler die Ausbildung machen, wie breit aufgestellt sie sind und wie facettenreich das Berufsbild des Landwirts ist. In einer Zeit, in der, wie Papst Franziskus sagt, 'Mutter Erde schreit', erfüllt es mit Hoffnung, dass diesen jungen Menschen die Natur als Hüter und Bewahrer anvertraut wird", sagte Erzbischof Lackner.

Zweite Station war der Bauernhof der Familie Oitner, Stiedlbauer in Seeham. Der seit 1999 biologisch bewirtschaftete Hof liegt oberhalb von Seeham mit Blick über die Trumer-Seen und bietet den Tieren hohen Komfort. Davon können sich nicht nur die Gäste, die der Betrieb im Urlaub am Bauernhof beherbergt, täglich überzeugen. Auch Erzbischof Lackner und Landesrat Schwaiger konnten sich einen guten Einblick verschaffen.

"In die Schönheit der Landschaft mit sanften Hügeln und Seen fügt sich diese Biolandwirtschaft ein. Deren Tradition geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Und auch heute leben drei Generationen am Hof. Man hat gespürt, mit welcher Liebe die Familie den Betrieb führt", so der Erzbischof.

Landesrat Schwaiger betonte abschließend: "Wir wollen die Salzburger Landwirtschaft auch in Zukunft so ausrichten, dass der Mensch Mensch bleiben kann und die Tiere als das gesehen werden, was sie sind, nämlich Schöpfungen Gottes, mit denen man achtsam umgehen soll und muss. Die kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft in Salzburg hebt sich vor allem dadurch ab, dass Qualität und nicht Quantität an erster Stelle steht." 170928_54 (rb/grs)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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