Land Salzburg und Gebietskrankenkasse starten mit Psychosozialem Versorgungszentrum für Kinder

Stöckl, Schellhorn, Huss/Kindergesundheit: Ärztliche Leitung für PVBZ gefunden / Zentrum kann am 1. Dezember öffnen

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.09.2017
 

(LK) Nach mehreren EU-weiten Ausschreibungen und vielen Gesprächen aller Beteiligten ist es nun gelungen, eine ärztliche Leitung für das Psychosoziale Versorgungs- und Beratungszentrum (PVBZ) in der Stadt Salzburg zu finden. Mit Kanita Dervic konnte eine Spezialistin für diese Position gewonnen werden. Damit kann das PVZB am 1. Dezember seine Türen öffnen.

"Die notwendigen Gelder für den laufenden Betrieb in der Höhe von rund 800.000 Euro pro Jahr teilen sich das Land Salzburg und die Salzburger Gebietskrankenkasse und sind auch sichergestellt", teilte heute, Donnerstag, 28. September, Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl mit.

"Mit der Errichtung eines psychosozialen Zentrums zur Versorgung und Beratung von Kindern und Jugendlichen ist es gelungen, eine Lücke in diesem Bereich zu schließen", so Stöckl weiter. "Mit dem neuen Zentrum wird das Leistungsangebot neben den bestehenden Angeboten erweitert. Kinder und Jugendliche, die schwer erkrankt oder verhaltensauffällig sind und einen komplexen Betreuungsbedarf haben, brauchen zusätzlich zur notwendigen Krankenbehandlung auch eine psychosoziale Betreuung. Ein integriertes psychosoziales Zentrum für Kinder und Jugendliche, in dem ein multiprofessionelles Team eng vernetzt arbeitet und das als zentrale Anlaufstelle für schwere Fälle fungiert, ist eine wichtige Ergänzung zur Krankenbehandlung im niedergelassenen und stationären Bereich sowie zu den bereits bestehenden psychosozialen Angeboten im Land Salzburg."

Schellhorn: Wichtiger Schritt für Salzburgs Kinder und Jugendliche

Soziallandesrat Heinrich Schellhorn ergänzte: "Die Eröffnung des Behandlungszentrums am 1. Dezember ist ein wichtiger Schritt für Salzburgs Kinder und Jugendliche. Dem Start dieser neuen Anlaufstelle für Familien in herausfordernden Situationen steht nun nichts mehr im Wege. Hier können Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen unter einem Dach behandelt werden. Das kann für diese jungen Menschen und deren Angehörigen eine große Unterstützung sein. Das PVBZ wird Präventionsarbeit im besten Sinne leisten. Denn wenn psychische Erkrankungen im jungen Alter behandelt werden können, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese nicht zum bestimmenden Element im Leben der jungen Erwachsenen werden", sagte Schellhorn.

Huss: Psychisch kranke Jugendliche brauchen vernetzte Betreuung

Andreas Huss, Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK), zeigte sich erleichtert, dass eine Fachärztin für Jugendpsychiatrie gefunden wurde und das Zentrum damit endlich starten kann: "Psychisch kranke Kinder und Jugendliche brauchen eine vernetzte Betreuung, die aus ärztlichen Leistungen, Psychotherapie und sozialen Angeboten besteht. Deshalb haben wir mit dem Land gemeinsam ein Zentrum geplant und eingerichtet. Die SGKK übernimmt gerne mit 400.000 Euro im Jahr die Hälfte der anfallenden Kosten."

Das Psychosoziale Versorgungszentrum befindet sich im Landeszentrum für Hör- und Sehbildung am Gailenbachweg 3 in der Stadt Salzburg. Dort wurde eine freigewordene Fläche entsprechend adaptiert und steht für den Bezug bereit. 170928_55 (rb/grs)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at, und Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

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