Der Pflegeberuf als Beruf mit Verantwortung und Zukunft

Stöckl: 143 Abschüsse in sechs verschiedenen Ausbildungen / Menschen, die im Pflegeberuf arbeiten, leisten wertvollen Beitrag für Gesellschaft

Salzburger Landeskorrespondenz, 29.09.2017
 

(LK) Die ersten Pflegeassistentinnen und -assistenten, ehemals Pflegehilfe, nach der Gesetzes-Novelle haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Heute, Freitag, 29. September, wurden insgesamt 143 Diplome überreicht, und zwar in den Ausbildungen Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege, Kinder- und Jugendlichenpflege, Sonderausbildung Kinder- und Jugendlichenpflege, Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege, Sonderausbildung Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege sowie Pflegeassistenz.

Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Christian Stöckl betonte bei der Diplomfeier: "Alle Prognosen zeigen, dass der Bedarf an Expertinnen und Experten in den Berufsfeldern Gesundheit und Medizin stark steigend ist. Im Bundesland Salzburg sind wir mit den bereits gesetzten und geplanten Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Ausbildung gemäß der Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes auf einem sehr guten und erfreulichen Weg. Für die neu geschaffenen Ausbildungen, wie die Ausbildung zur Pflegeassistenz und die im Frühjahr gestartete Ausbildung zur Pflegefachassistenz, sehen wir viele Vorteile für die Pflege. Wir haben jetzt drei moderne und attraktive Berufsbilder in der Pflege: der gehobene Dienst, die Pflegeassistenz und die zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz. Mit der Neustrukturierung kann sich jede Berufsgruppe auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren."

Paul Sungler, Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken (SALK), betonte: "Für den Pflegeberuf sind ausschließlich Menschen geeignet, die eine hohe soziale Kompetenz und Hinwendung zum Mitmenschen haben und darüber hinaus noch bereit sind, Verantwortung für Diagnostik, Planung und Organisation zu übernehmen. Wichtig ist auch, dass sie gut kommunizieren können und im Team mit Ärztinnen und Ärzten und anderen Fachleuten in Krankenhäusern, in Reha-Einrichtungen, in Seniorinnen- und Seniorenheimen, in der Pflegeforschung, in der Industrie für Medizinprodukte oder als Selbstständige arbeiten wollen. Sie interessieren sich für Themen der Gesundheitsförderung und wollen dort tätig sein, schätzen vielfache Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten oder wollen auch in verwandte Tätigkeitsbereiche wechseln. Vor allem sind sie aber Menschen, die einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten."

Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege

Die Ausbildung dauert drei Jahre und besteht aus Praktikums- und Schulblöcken. Praktika werden in den verschiedenen Kliniken des Uniklinikums (zum Beispiel auf internen oder chirurgischen Abteilungen), vereinzelt auch im Unfallkrankenhaus oder bei den Barmherzigen Brüdern sowie in Langzeit- und extramuralen Pflegeeinrichtungen wie Seniorinnen- und Seniorenheimen absolviert. Dabei kann Rücksicht auf den Wohnort sowie auf individuelle Wünsche bei der Dienstplangestaltung in den Praktika genommen werden.

Pflegefachassistenz ist eine neue Stufe im Berufsbild

Die Novelle des Pflegegesetzes ist in Kraft. Damit ändert sich Einiges. Die größte Veränderung: Statt bisher zwei gibt es nun drei Stufen in der Pflege. Aus der Pflegehilfe wurde die Pflegeassistenz. Neu ist die Pflegefachassistenz mit zweijähriger Ausbildung. Der gehobene Dienst kann weiterhin an den Fachhochschulen aber auch bei externen Anbietern ausgebildet werden. Und es gibt Spezialisierungen in der Kinder- und Jugendlichenpflege und psychiatrischen Pflege. Die Novelle gilt als die größte Veränderung im Pflegeberuf seit 1997, denn das neue Berufsbild der Pflegefachassistenz verändert die Arbeit in den Stationen, und die Verantwortung der Pflegekräfte steigt auf allen Stufen.

Pflegeassistenz statt Pflegehilfe

Sämtliche Pflegehelferinnen und Pflegehelfer tragen seit 1. September 2016 die Berufsbezeichnung Pflegeassistenz. Diese Fachkräfte mit einjähriger Ausbildung arbeiten zur Unterstützung des gehobenen Dienstes sowie von Ärztinnen und Ärzten. Ihre Handlungskompetenzen wurden durch die Novelle erweitert, sie arbeiten aber nicht eigenverantwortlich, im Gegensatz zur Pflegefachassistenz. Aufgaben sind beispielsweise die Verabreichung von Medikamenten, Blutentnahme aus der Vene, Wundversorgung, Wickel und Bandagen. Aber auch die Verabreichung von Sondennahrung, das Absaugen der Atemwege und das Erheben von Blutdruck, Puls und Temperatur sind Aufgaben der Pflegeassistenz. 170929_51 (rb)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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