Wildwarnreflektoren sorgen für mehr Sicherheit

Mayr: Salzburger Jägerschaft hat mit Wildwarnreflektoren wichtige Initiative gesetzt

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.10.2017
 

(LK) In ganz Österreich kommt es laut den Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit und der Statistik Austria jährlich zu 80.000 Wildunfällen, bei denen mehr als 350 Personen verletzt werden und es immer wieder auch Todesfälle gibt. Um Unfällen vorzubeugen, setzt die Salzburger Jägerschaft zusammen mit dem Land Salzburg und der Uniqa Salzburg auf die Installation von Wildwarnreflektoren an den Straßenrändern.

"Die Initiative für dieses Projekt ist von der Salzburger Jägerschaft ausgegangen. In meiner Funktion als Verkehrslandesrat war es mir besonders wichtig, dieses Vorhaben des Land Salzburg und der Projektpartner zu unterstützen. Durch den Einsatz der Wildwarnreflektoren konnte ein massiver Sicherheitsgewinn für Mensch und Tier erzielt werden. Trotz aller Maßnahmen ist eine vorausschauende Fahrweise der Verkehrsteilnehmer besonders in Bereichen, die mit 'Achtung Wildwechsel' beschildert sind, unerlässlich", sagte Verkehrslandesrat Hans Mayr heute, Freitag, 6. Oktober.

Dass diese Reflektoren notwendig sind, zeigen auch Studien. Demnach rechnen rund 80 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer mit einem Wildtier ausschließlich von rechts. Fakt ist aber, dass Wildtiere von beiden Seiten die Straße queren. Damit Straßenabschnitte für Autofahrer und Wild gleichermaßen sicher gestaltet sind, wurden im Bundesland Salzburg seit dem Jahr 2005 Wildwarnreflektoren an den Leitpfosten montiert, die das Wild vom Überqueren der Straße abhalten sollen.

Aktuell sind mehr als 11.000 akustische und optische Wildwarngeräte an rund 300 Kilometern Bundes- und Landesstraße im Land Salzburg aufgestellt und allein im Jahr 2017 wurden 6.590 blaue optische Warnreflektoren neu angeschafft. Trifft das Scheinwerferlicht des herannahenden Fahrzeuges auf die Reflektoren, erzeugt dies Lichtreflexe, die in unterschiedliche Winkel von der Straße in das Gelände strahlen. Für die "Gefahrenzeit" verhindern diese Lichtreflexe das Überqueren der Straße durch das Wild und reduzieren damit die Wahrscheinlichkeit des Zusammenpralls. Als besonders effektiv wird dabei die blaue Farbe der Reflektoren angesehen, die Wildtiere am besten warnen.

Organisiert und an den Straßen montiert werden die Reflektoren jeweils von den Vertreterinnen und Vertretern der Salzburger Jägerschaft in Zusammenarbeit mit den Straßenmeistereien des Landes. Die Finanzierung der Wildwarnreflektoren teilen sich die Salzburger Jägerschaft, das Land Salzburg und die Versicherung Uniqa Salzburg. "Erst durch die großzügige Unterstützung und Kostenaufteilung, zur Hälfte finanziert durch die Uniqa Salzburg, einer Viertel-Finanzierung des Landes Salzburg und einem weiteren Viertel durch die örtlichen Jägerschaften, ist dieses wichtige Projekt der Straßensicherheit umsetzbar", so Landesjägermeister Max Mayr Melnhof.

Von der Wichtigkeit dieser Initiative zeigte sich auch Peter Humer, Landesdirektor der Uniqa Landesdirektion Salzburg, überzeugt: "Uns als Uniqa Salzburg ist es ein großes Anliegen, dieses Projekt zu unterstützen. Wir können hier gezielt Präventionsarbeit leisten und Wildunfälle mit Kraftfahrzeugen verhindern. Die investierte Summe ist bestens angelegt, bedenkt man nur, welch enormer Schaden bei einem einzigen Unfall mit Wildtieren entstehen kann. Wir sprechen hier nicht nur von Sachschäden, sondern auch von menschlichem Leid sowie den verunglückten Wildtieren."

Bei Wildunfall Unfallstelle absichern und Polizei verständigen

Sollte es trotz der Warnreflektoren zu einem Unfall mit den Wildtieren kommen, so ist unmittelbar die Unfallstelle abzusichern und die Polizei zu verständigen. Diese informiert die Revierjägerinnen oder Revierjäger, die das verletzte Tier gegebenenfalls erlegen. Keinesfalls dürfen verletzte Wildtiere von der Fahrzeuglenkerin oder dem Fahrzeuglenker im eigenen Fahrzeug mitgenommen werden. 171006_110 (mg/ram)

Weitere Informationen: Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Hans Mayr, Tel.: +43 662 8042-3341, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at.

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