Europaweiter Tag zum Schutz der Landschaft

Rössler: Verantwortung für künftige Generationen heißt, sorgsam mit unserer Landschaft umgehen

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.10.2017
 

(LK) Mit dem ersten Internationalen Landschaftstag des Europarates am 20. Oktober feiert die Europäische Union heuer erstmals die Landschaft als "wesentlichen Bestandteil der menschlichen Umgebung". Landschaft erfüllt viele Funktionen als Lebens-, Wirtschafts-, Erholungs- oder Naturraum. Wie eine Gesellschaft mit ihrer Landschaft umgeht ist ausschlaggebend für das Zusammenleben. Stark überprägte Zivilisationslandschaften mit oft dichter Verbauung, Verkehrs- und Schadstoffbelastung verringern die Lebensqualität. Naturnahe Kulturlandschaften wie Almgebiete und Naturlandschaften, wie wir sie zum Beispiel im Hochgebirge oder in den wenigen noch verbliebenen größeren Hochmooren finden, weisen dagegen eine hohe Erlebnis- und Erholungsqualität für die heimische Bevölkerung auf.

"Landschaft ist ein Ausdruck der Vielfalt unseres gemeinsamen kulturellen und natürlichen Erbes und eine Grundlage unserer Identität. Unsere Salzburger Landschaft für künftige Generationen zu erhalten und erlebbar zu machen liegt in unserer Verantwortung. Der Naturschutz des Landes nimmt sich in besonderer Weise des Schutzes und der Erhaltung heimischer Natur- und naturnaher Kulturlandschaften an. Für dieses Engagement bin ich sehr dankbar", so Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.

     Bereits zahlreiche Naturschutzprojekte in Salzburg

In der Tat werden im Land Salzburg zahlreiche Naturschutz-Projekte und Maßnahmen umgesetzt: 50 Landschaftsschutzgebiete, vom Schafberg-Wolfgangsee bis zu den Niederen Tauern und die Mehrzahl der 124 "Geschützten Landschaftsteile", von der Hellbrunner Allee bis zur Iris-Wiese bei Radstadt stellen die Bewahrung der landschaftlichen Schönheit unseres Landes in den Fokus. Die 27 Naturschutzgebiete des Landes tragen zur großräumigen Erhaltung heimischer Naturlandschaften bei, einige von ihnen sind gleichzeitig Europaschutzgebiete im EU-Netzwerk Natura 2000, wie das 212 Quadratkilometer große Natur- und Europaschutzgebiet Kalkhochalpen, welches sich über drei Bezirke Salzburgs erstreckt. In vielen Schutzgebieten laufen von Landschaftsplanern fundiert vorbereitete Managementprojekte zur Gestaltung oder ökologischen und landschaftlichen Aufwertung in Kooperation mit den Grundeigentümern. Die Beratung und fachliche Begleitung durch die Schutzgebietsbetreuung hat sich dabei sehr bewährt.

Schutzgebiete unterliegen leider auch vielfältigen Gefährdungen: Das Hinterlassen von Müll durch uneinsichtige Besucherinnen und Besucher, unerlaubte Materialdeponien oder das Betreten von Schutzzonen für die Brutgebiete seltener Vogelarten kommen leider immer wieder vor. Neue Belastungen ergeben sich durch das Eindringen invasiver Arten wie dem Himalaya-Springkraut oder dem Riesen-Bärenklau. In diesen Fällen ist die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter der Salzburger Berg- und Naturwacht unverzichtbar, welche Gebietskontrollen durchführen und alljährlich Hand anlegen bei Geländesäuberungsaktionen und Neophyten-Bekämpfungsmaßnahmen.

In Schutzgebieten sind diverse Eingriffe nur mit Bewilligung erlaubt. Dank der hohen fachlichen Kompetenz der Naturschutzbeauftragten und der gewissenhaften Arbeit der Behörden können zumeist Lösungen gefunden werden, um die Erhaltung lebenswerter Landschaften in unserem Land zu erreichen. Der Naturschutz trägt wesentlich dazu bei, das Land Salzburg als Lebensraum attraktiv zu halten. 171019_130 (rb/cs)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at.

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