Singen macht Schule

Schellhorn/Plötzeneder: "Singende Klassenzimmer" in möglichst vielen Volksschulen des Landes

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.10.2017
 

(LK) Singen macht Freude und tut gut. Diese Tatsache steht im Zentrum des Projekts "Singendes Klassenzimmer", das nun in den Volksschulen des Landes startet. Singen ist "Kraftfutter" für Kinderhirne, Persönlichkeitsentwicklung, dient der kulturellen Gesellschafts- und Gemeinschaftsbildung und hat noch viele weitere positive Nebeneffekte. Idee des "Singenden Klassenzimmers" ist, dass die Pädagoginnen und Pädagogen täglich mindestens zehn bis 15 Minuten mit den Kindern in den Volksschulen singen. Um möglichst viele Schulen anzusprechen, wurde eine zweistufige Auszeichnung konzipiert.

"Singen und Musizieren fördert die Gemeinschaft, stärkt das Selbstbewusstsein, hebt die Stimmung und kann dazu beitragen, dass Kinder ein lebenslanges Interesse an Musik entwickeln. Deswegen ist es für Kinder wichtig, dass Singen zu ihrem Schulalltag dazugehört. Die Aktion 'Singendes Klassenzimmer' verfolgt genau dieses Ziel: täglich mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam zu singen und die positive Wirkung des Gesanges auf die Schulkinder zu fördern. Ich möchte mich bei allen Mitwirkenden für ihr Engagement zur Realisierung dieses Projektes in Salzburg bedanken", betonte Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn heute, Mittwoch, 25. Oktober.

"Das 'Singende Klassenzimmer' ist ein neues Projekt innerhalb der Salzburger Schullandschaft. Unter dem Motto 'Singen macht froh, singen kann jedes Kind, singen fördert die Gemeinschaft' unterstützt der Landesschulrat für Salzburg dieses Volksschulprojekt. Tägliches Singen kann zum Prädikat 'Singendes Klassenzimmer' führen", so Johannes Plötzeneder, der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Salzburg. "Alle Volksschulen des Landes können sich beteiligen. Es besteht auch die Möglichkeit, über das Projekt einen Chorexperten oder eine Chorexpertin in die Volksschulklasse einzuladen, damit das tägliche Singen von der ersten Klasse an trainiert werden kann."

Die Idee stammt vom Fachbeirat Volkskulturen im Salzburger Landeskulturbeirat. Die Konzepterstellung und Projektentwicklung erfolgten in Zusammenarbeit mit Volksschul-Pädagoginnen und -pädagogen und der zuständigen Landesschulinspektorin und wurden von "Salzburg 20.16" mitfinanziert. Umgesetzt wird das Projekt nun gemeinsam mit dem Salzburger Landesschulrat, dem Musikum Salzburg, dem Chorverband Salzburg, den Salzburger Europäischen Mozartwegen, der Pädagogischen Hochschule, dem Land Salzburg und „Salzburg 20.16“. Anliegen ist es, dass das Singen – über das Chorsingen hinaus – in den Salzburger Volksschulen wieder mehr an Bedeutung gewinnt.

     Voraussetzungen für den Erwerb der Auszeichnung

Für die erste Stufe, das Siegel "Singendes Klassenzimmer", ist es notwendig, dass täglich in der Klasse und/oder Schule mindestens zehn bis 15 Minuten gesungen wird. Auf Wunsch werden auch Singprofis für die Umsetzung im Unterricht vermittelt. Weiters müssen die Volksschullehrerinnen und -lehrer mindestens einmal im Jahr eine Fortbildung an der Pädagogischen Hochschule oder ein Seminar des Salzburger Chorverbandes absolvieren. Darüber hinaus ist auch mindestens einmal pro Jahr die Teilnahme und/oder Organisation eines öffentlichen Auftritts, einer Schulveranstaltung mit musikalischer Aktivität oder zumindest einer Präsentationssituation außerhalb der Klasse notwendig.

Nach der Auszeichnung "Singendes Klassenzimmer" ist die zweite Stufe dann das Siegel "Singende Schule". Dabei muss jede Klasse einer Schule in Form des ganzheitlichen Musizierens mitmachen. Weitere Informationen dazu, Liedvorschläge mit Notenblättern sowie Anmeldungen zum Projekt unter www.lsr-sbg.gv.at/lsr/singendes_klassenzimmer. 171025_21 (kg/sm)

Weitere Informationen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

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