Vorbereitungen für Stille Nacht Jahr 2018

Haslauer: Dezentrale Landesausstellung in neun Museen in Salzburg, Oberösterreich und Tirol

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.10.2017
 

(LK) 200 Jahre "Stille Nacht! Heilige Nacht!". Das Jubiläum der "Geburtsstunde" des bekanntesten Weihnachtsliedes der Welt wird im nächsten Jahr in Salzburg eine zentrale Rolle spielen. Eines der größten Projekte dabei: Neun Museen und Orte in Salzburg, Oberösterreich und Tirol schließen sich zur dezentralen Landesausstellung "Stille Nacht" von Michaeli 2018 (29. September) bis Mariä Lichtmess 2019 (2. Februar) zusammen.

"Es geht uns um eine zeitgemäße und umfassende Auseinandersetzung mit 'Stille Nacht! Heilige Nacht!' und vor allem um das zentrale Leitthema der universellen Friedensbotschaft", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer heute, Mittwoch, 25. Oktober. Zur Koordination der vielfältigen Projekte und Veranstaltungen wurde die Stille Nacht 2018 GmbH, eine gemeinnützige Gesellschaft des Landes Salzburg, gegründet. Geschäftsführer ist Paul Estrela. Zwischenzeitlich hat sich auch der Fachbeirat konstituiert, in dem neben den Salzburger Stille Nacht Gemeinden auch Hochburg-Ach und Fügen vertreten sind.

     Neun Museen – drei Bundesländer – eine Landesausstellung

In der Landesausstellung zeigen das Stille Nacht Museum Arnsdorf und das Stille Nacht Museum Oberndorf, das Salzburg Museum in der Landeshauptstadt, das Stille Nacht Museum Hallein, das neue Stille Nacht Museum im Pflegerschlössl in Wagrain sowie das Stille Nacht Museum Mariapfarr im Lungau unterschiedlichste Facetten rund um das Lied und dessen Schöpfer. Hintersee, wo Joseph Mohr ein Jahrzehnt lang als Pfarrvikar gewirkt hat, lädt ein, den neuen Themenweg rund um die Geschichte des Ortes, die Bewahrung der Schöpfung und den Klang in der Natur zu erleben.

Über die Salzburger Landesgrenzen hinweg sind auch Hochburg-Ach in Oberösterreich (Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus), der Geburtsort von Franz Xaver Gruber, sowie Fügen (Museum in der Widumspfiste) mit dabei, denn vom Zillertal nahm die internationale Verbreitung des Liedes seinen Ausgang.

Das Besondere an dem Konzept ist die Vielfalt der Mitwirkenden – vom großen Salzburg Museum bis hin zu den kleineren Regionalmuseen mit ihren spezifischen Besonderheiten: Beispielsweise ist die Schule in Arnsdorf, wo Franz Xaver Gruber als Lehrer tätig war und wo er vermutlich die Melodie komponiert hat, keineswegs nur ein Museum. Vielmehr ist es das älteste noch genutzte Volksschulgebäude Österreichs. Für die Organisatoren ist diese Vielfalt der Museen eine Herausforderung, für die Besucher eine besondere Attraktivität.

Den virtuellen Brückenschlag zwischen den Orten liefert eine in Vorbereitung befindliche gemeinsame Homepage mit Informationen zu allen Ausstellungsorten und -terminen. Darüber hinaus ist eine gemeinsame App als digitale Plattform geplant: Die zentralen Inhalte der Museen werden spielerisch-didaktisch aufbereitet und Querverbindungen aufgezeigt – mit dem nötigen Unterhaltungseffekt. Das gemeinsame Ticketing "One4all" animiert zum Besuch möglichst vieler Orte. Ebenso werden Marketing und Vermittlungsprogramme aufeinander abgestimmt, wobei speziell geschulte "Stille Nacht Scouts" nicht nur über das Lied und seine Geschichte zu erzählen wissen, sondern auch über alle Einzelausstellungen und Begleitveranstaltungen berichten können.

Das Ausstellungs- und Begleitprogramm entsteht aus dem Blickwinkel der regionalen Identitäten und Besonderheiten jedes Ortes und liegt in den Händen der örtlichen Entscheidungsträger. Für die Gesamtorganisation und -kommunikation nach außen zeichnet die Stille Nacht 2018 GmbH verantwortlich. 171025_20 (kg/sab)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

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