Jetzt wird sauber gefeiert

Rössler: Mehrweggebot für Veranstaltungen bringt wesentliche Verbesserung bei der Müllvermeidung

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.11.2017
 

(LK) Die Einzelheiten für ein Mehrweggebot bei Veranstaltungen im Land Salzburg stehen fest. Künftig soll es bei Festen und Events im Bundesland Salzburg möglichst keine Wegwerfbecher und kein Einweggeschirr aus Plastik mehr geben. Anlässlich der Begutachtungsfrist wurde die vom Umweltressort vorgelegte Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes in einigen Punkten nachjustiert. Morgen, Mittwoch, 8. November, läuft der finalisierte Entwurf in den Landtag ein. "In den vergangenen Wochen haben wir viele Gespräche mit Veranstaltern, dem Gemeindeverband und unseren Regierungspartnern geführt. Das Ergebnis ist ein Mehrweggebot für Veranstaltungen, das maßgeblich zur Müllvermeidung in Salzburg beitragen wird und das für alle Veranstalter gut umsetzbar ist", freute sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.

Konkret hat man sich auf folgende Eckpunkte geeinigt: Bei Veranstaltungen mit mehr als 600 Gästen dürfen Speisen nur noch in Mehrweggeschirr serviert werden. Alternativ darf auch Geschirr aus wiederverwertbaren Rohstoffen, wie zum Beispiel Papier, Pappe oder Holz verwendet werden. Beim Einkauf und Ausschank von Getränken gilt künftig eine 80 Prozent Mehrwegquote. Das heißt, Veranstalter werden dazu verpflichtet, Getränke mehrheitlich in Mehrweggebinden, wie zum Beispiel Fässern oder Glasflaschen, einzukaufen und diese dann auch überwiegend in Mehrwegbechern oder Gläsern auszuschenken. Für Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besucherinnen und Besuchern müssen die Organisatoren zukünftig ein Abfallwirtschaftskonzept vorlegen oder eine Umweltberatung in Anspruch nehmen.

Plastikmüllberge und übergehende Mistkübel bei Veranstaltungen sollen damit der Vergangenheit angehören. Nachdem die Vorbereitung größerer Events oft viel Zeit in Anspruch nimmt und dementsprechend langer Planungen bedarf, wird es für die Umstellung auf Mehrweg bei Getränken eine Frist bis Jänner 2019, für Speisen bis Jänner 2020 geben.171107_12 (rb/ram)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at.

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