Flächendeckendes Hilfsangebot für Diabetespatienten

Stöckl eröffnete Informationsnachmittag im Rehabilitationszentrum Hallein

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.11.2017
 

(LK) Diabetes gehört zu den am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten unserer Gesellschaft. In Salzburg leben aktuell rund 17.000 Menschen mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ 2. Österreichweit fordert diese Krankheit jährlich rund 10.000 Todesfälle, 2.500 Amputationen, 300 neue Dialysepatienten sowie 200 Erblindungen. Um das Bewusstsein für diese Erkrankung zu schärfen, veranstaltete heute, Samstag, 11. November, die Österreichische Diabetikervereinigung im Rehabilitationszentrum Hallein einen Diabetes-Informationsnachmittag.

"Leider ignorieren viele Menschen die ersten Symptome und nehmen ihre Krankheit erst ernst, wenn eine schwerwiegende Folgeerkrankung eingetreten ist. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Bewusstsein der Bevölkerung für diese Krankheit geschärft wird. Und für die  Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen ist es entscheidend, dass sie durch gezielte Schulungen lernen, mit einfachen Maßnahmen ihre Lebensqualität zu steigern und das Risiko für leidvolle Folgeerkrankungen zu senken." Das sagte Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl heute beim Diabetes-Informationsnachmittag.

Die Österreichische Diabetikervereinigung ist die bundesweit größte und älteste Diabetiker-Selbsthilfeorganisation. Sie besteht seit 40 Jahren und ist aktuell mit mehr als 50 Selbsthilfegruppen, acht Beratungsstellen und rund 90 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern österreichweit aktiv. In enger Zusammenarbeit mit Diabetesexperten informiert die Diabetikervereinigung und schult Menschen mit Diabetes und deren Angehörige. Ziel der Arbeit ist es, Betroffene zu einem eigenverantwortlichen Diabetes-Management zu motivieren.

Flächendeckende Diabetikerschulungen

"Auch das Gesundheitsressort des Landes Salzburg hat auf die zunehmende Zahl von Diabetes-Erkrankungen reagiert und führt gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Vorsorgemedizin flächendeckende Diabetikerschulungen durch. Die Schulungen werden entweder in der Hausarztpraxis, in einer Reha-Einrichtung, in den Krankenanstalten bzw. kontinuierlich bei der hausärztlichen Betreuung angeboten. Gemeinsam mit der Österreichischen Diabetikervereinigung gelingt es so, in Salzburg ein engmaschiges Netz für Diabetespatientinnen und –patienten zur Verfügung stellen zu können", so Stöckl. 171111_40 (sab/ram)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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