Stipendien für engagierte Jugendliche mit Migrationsgeschichte vergeben

START-Salzburg feiert seine neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.11.2017
 

(HP) Vor den Vorhang gebeten wurden kürzlich die diesjährigen START-Stipendiatinnen und Stipendiaten in Salzburg, um ihre Talente, Ideen, künstlerische Begabungen und ihre Motivation unter Beweis zu stellen. Gleich elf Neuzugänge durften sich im Rahmen der Feier über eine Urkunde aus der Hand ihrer Patinnen und Paten freuen. Sie sind nun offiziell Teil des START-Stipendienprogramms.

Talente mit Bildung fördern

Zum achten Mal wurden START-Stipendien an engagierte Jugendliche mit Migrationsgeschichte in Salzburg vergeben. Die elf Schülerinnen und Schüler heißen Eishah, Roni, Ali, Mohamad, Maisam, Jia Cheng, Rohullah, Safiollah, Zaynab, Wahid und Nesrin. Sie haben ihre Wurzeln in Syrien, Afghanistan, China und Pakistan. Bildung hat für sie alle einen großen Stellenwert. Bei ihrem großen Ziel, die Matura zu erreichen, werden sie von START-Salzburg unterstützt.

"In Salzburg leben viele Menschen mit großen Potenzialen. Manche brauchen unsere Unterstützung und genau hier setzen die START-Stipendien an. Sie eröffnen jungen Frauen und Männern mit Migrationshintergrund neue Wege in Schule, Studium und Beruf. Ich konnte mich schon selber davon überzeugen, dass die jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten diese Chancen mit vollem Einsatz ergreifen. Sie werden damit zu Vorbildern einer gelungenen Integration," betonte Landesrätin Martina Berthold.

Über START-Salzburg

Das START‐Stipendium wird an talentierte, sozial engagierte, motivierte Schülerinnen und Schüler vergeben, die in ihrem sozialen Umfeld als Botschafterinnen und Botschafter für gelungene Integration und Vorbilder einer offenen und toleranten Gesellschaft wirken. START unterstützt Jugendliche mit Migrationsgeschichte, die die Oberstufe einer allgemeinbildenden höheren Schule oder eine Berufsbildende Höhere bzw. Berufsbildende Mittlere Schule besuchen und die Matura anstreben.

"Seit Februar 2015 lebe ich in Salzburg und habe im selben Sommer den ersten Deutschkurs absolviert. Danach besuchte ich gleich den Pflichtschulabschlusskurs am BFI, den ich mit gutem Erfolg bestanden habe. Endlich eine 'richtige' Schule besuchen durfte ich im September letzten Jahres und stieg im Herz-Jesu Gymnasium in der 5. Klasse Oberstufe ein. Es ist mein größter Wunsch, einmal als Kardiologe oder sogar Herzchirurg anderen Menschen zu helfen," so Neo-Stipendiat Mahdi.

Über ihre Zeit im Stipendienprogramm resümiert START-Alumna Hevidar: "START ist das Gemeinschaftsgefühl, das man auf jedem Bildungsseminar spüren kann. Unsere Wurzeln liegen manchmal weit auseinander, dennoch haben wir eines gemeinsam: Es ist vollkommen egal, wo unser Ursprung liegt, wir sind Jugendliche mit Zielen und Träumen, die wir zu verwirklichen versuchen. Und wenn ich im Rahmen von START etwas gelernt habe, dann, dass Vielfalt keine Hürde, sondern viel mehr eine Bereicherung für die Gesellschaft darstellt. Ich frage mich nur, weshalb das nicht auch außerhalb des Stipendiums eine Selbstverständlichkeit ist!"

START wird ermöglicht vom Land Salzburg, der Katharina Turnauer Privatstiftung, dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, der Industriellenvereinigung Salzburg, der Ärztekammer Salzburg, der Wirtschaftskammer Salzburg, dem Dreyer Fund sowie Privatstifterin Andra Spallart, der Constantia flexibles Group und der U.S. Embassy.

Mehr Infos zu START-Salzburg unter www.start-stipendium.at und auch auf Facebook. 171113_130 (rb/cs)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at

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