Seniorenheime erhalten höhere Tarife

Haslauer/Stöckl: Konkrete Ergebnisse bei Gesprächen zur Finanzierung von Senioren- und Pflegeheimen

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.11.2017
 

(LK) In einem Gespräch zwischen Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Landesfinanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Gemeindeverbandspräsident Günther Mitterer wurde jetzt eine außerordentliche Erhöhung der Tarifsätze für Senioren- und Seniorenpflegeheime vereinbart.

Als Folge der steigenden Pflegebedürftigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner sind die Personalkosten sowohl in den öffentlichen Heimen als auch in den von privaten Rechtsträgern geführten Einrichtungen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Für die Heimträger stellen bei der Finanzierung des Betriebes die sogenannten Tarifobergrenzen, mit denen die Höhe der durch die Soziale Wohlfahrt geleisteten Zahlungen festgesetzt wird, die mit Abstand wichtigste Einnahmengrundlage dar.

Stöckl betonte, dass trotz der großen finanziellen Herausforderungen, die das Land stemmen muss, ein Zusammenhalten zwischen Land und Gemeinden bei der Gewährleistung einer flächendeckenden Pflegeversorgung selbstverständlich sei. "Die demografische Entwicklung, aber auch jüngste bundespolitische Weichenstellungen wie die Abschaffung des Pflegeregresses stellen uns vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen können", betonte der Landesfinanzreferent heute, Freitag, 17. November.

"Salzburg nimmt im Bereich der Pflegeversorgung eine Spitzenposition im österreichischen Vergleich ein. Diesen Standard zu erhalten sehen wir als gemeinsame Verantwortung", hielt Landeshauptmann Wilfried Haslauer, auf dessen Einladung das Gespräch zustande gekommen ist, fest.

"Auch mit der neuen Tarifobergrenze ist die Lücke bei den Betriebsabgängen nicht abgedeckt. Sie ist aber ein erster Schritt und ein klares Signal, dass das Land die Anliegen der Heimträger ernst nimmt", erklärte Gemeindeverbandspräsident Günther Mitterer. Die Mehreinnahmen für die Heimträger betragen durch die Erhöhung des Pflegetarifs um einen Euro ab Pflegegeldstufe 1 pro Jahr rund 1.250.000 Euro, die Kosten werden je zur Hälfte von Land und Gemeinden getragen, die Erhöhung soll mit 1. Jänner 2018 in Kraft treten. 171117_31 (rb/jus)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at; Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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