Bessere Luft, weniger Lärm und mehr Wildblumen

Rössler: Einhausung bei Zederhaus im Lungau wirkt dreifach

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.11.2017
 

(LK) Die Arbeiten an der Einhausung der Tauernautobahn bei Zederhaus im Lungau wurden im März 2017 abgeschlossen. Die Tauernautobahn verschwindet nun bei Zederhaus in einem eineinhalb Kilometer langen Tunnel. Seitdem fließt der Verkehr ohne Lärmbelastung am Ortskern vorbei. Doch nicht nur der Lärm wurde spürbar weniger, auch die von der Autobahn ausgehende Schadstoffbelastung wurde drastisch reduziert. Die mittlere Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) wurde durch die Einhausung um rund 40 Prozent verringert. Trotz deutlicher Zunahme des Urlauberreiseverkehrs (+7 Prozent) im heurigen Sommer war der Sommermittelwert von Stickstoffdioxid noch nie so niedrig wie seit Beginn der Messungen im Jahr 2000. Die mittlere NO2-Konzentration von April bis Oktober liegt nun in Zederhaus mit 19 Mikrogramm pro Kubikmeter deutlich unter dem sehr strengen Grenzwert für Kurorte (30 µg/m³). Für die Bewohner von Zederhaus haben sich also das lange Warten und die Inkaufnahme der Staubbelastung während der Bautätigkeiten ausgezahlt.

"Mit der Einhausung ist es uns nicht nur gelungen die Luftschadstoffe und den Lärm zu mindern, der Naturschutz des Landes hat auch im Zuge des Tunnelbaus rund drei Hektar der neu gestalteten Flächen mit Wildblumensaatgut eingesät. Die neu geschaffenen artenreichen Bergmähwiesen und Magerwiesen tragen durch ihre kleinklimatische Regulationsfunktion zu einer Aufwertung des unmittelbaren Lebensumfelds der Zederhauser Bevölkerung bei und sind natürlich auch wunderbar anzusehen. Sie steigern die Umwelt‐ und Lebensqualität von Siedlungsräumen und sind ein aktiver Beitrag zum Biodiversitätsschutz", so Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.

Die Aussaat erfolgte im Rahmen des Interreg-Projektes "Wild und kultiviert - Regionale Vielfalt säen". Hierbei wird im Lungau gesammeltes regionales Wiesensaat aus regionalen Wildbeständen gewonnen und wieder in der Region ausgebracht. Im Sinne eines proaktiven, vorausschauenden Naturschutzes werden Ökotypenmischungen selten gewordener Wiesengesellschaften Salzburgs erhalten und gefördert. 171121_110 (sm/cs)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at.

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