Hilfe für Unwetter-Opfer in Großarl angekommen

Schwaiger: Größte Schäden mit Soforthilfe des Landes beseitigt

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.11.2017
 

(LK) Die Unwetter mit starken Vermurungen Anfang August haben Großarl besonders hart getroffen. Bei einem Lokalaugenschein hat sich Landesrat Josef Schwaiger heute ein Bild von den größtenteils abgeschlossenen Aufräumarbeiten gemacht. Betroffenen Familien wurde durch rasche finanzielle Unterstützung aus dem Katastrophenfonds geholfen. "Größtes Glück ist, dass bei den Unwettern keine Menschen verletzt wurden", so Schwaiger.

Für die dringend notwendigen Sofortmaßnahmen nach den Murenabgängen hat der Katastrophenfonds rund 650.000 Euro bereitgestellt. "Es war erforderlich, rasch zu handeln, um die Schutzbauten noch vor den nächsten Niederschlägen wieder voll funktionsfähig zu machen", sagte Landesrat Josef Schwaiger.


Die Zusammenarbeit mit dem Katastrophenfonds bei der Aufnahme und Bewertung der 95 Schadensfälle in Großarl ist rasch und unkompliziert verlaufen. "Die Hilfe gelangte in kurzer Zeit dorthin, wo sie gebraucht wurde", so der Großarler Bürgermeister Johann Rohrmoser, der sich beim Land Salzburg für die unbürokratische Hilfe bedankte.

Katastrophenfonds hilft bei 95 Schadensfällen mit 1,6 Millionen Euro

Alleine in Großarl wurden nach den sommerlichen Unwettern 95 Schadensfälle mit einer Summe von rund 1,6 Millionen Euro an den Katastrophenfonds gemeldet. Besonders hart getroffen wurden Josef Viehhauser und seine pflegebedürftige 87-jährige Mutter, deren Wohnhaus nahezu komplett zerstört wurde. Dank einer Soforthilfe aus dem Katastrophenfonds konnten die schlimmsten Schäden beseitigt werden. "Ich werde mich bei der heutigen Sitzung des Katastrophenfonds in diesem Fall dafür einsetzen, dass wir über den Katastrophenfonds 80 Prozent der Schadenskosten übernehmen", so Landesrat Schwaiger.

Die reibungslose Abwicklung vor Ort wurde durch den großen Einsatz von Bürgermeister Johann Rohrmoser und seinem Team ermöglicht.

Schutzbauten verhinderten noch schwerere Schäden

Bewährt haben sich beim schweren Murenabgang in Großarl die vorhandenen Schutzbauten. "Allein die Wildbachsperren im Augraben haben 70.000 Kubikmeter an Geröll zurückgehalten. Dagegen zeigte sich am unverbauten Schiedgraben, was bei schweren Unwettern ohne Wildbachsperren passieren kann. Binnen weniger Minuten wurde der gesamte Siedlungsbereich mit der Landesstraße vermurt", sagte Leonhard Krimpelstätter, Sektionsleiter der Wildbachverbauung Salzburg.

Weitere Informationen zu den Unwettern sind den Landeskorrespondenzen vom 7. August 2017 "Aufräumarbeiten nach Unwettern sind voll im Gange" sowie "Weiterhin unermüdliches Aufräumen im Pongau" zu entnehmen. 171121_30 (jus/sm)

Weitere Informationen: Peter Altendorfer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2430, E-Mail: peter.altendorfer@salzburg.gv.at.

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