Gesundheitsreferenten für bundesweites Vorgehen bei hochpreisigen Medikamenten

Stöckl bei der Landesgesundheitsreferentenkonferenz in Dornbirn

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.11.2017
 

(LK) "Der notwendigen einheitlichen Finanzierung von Lehrpraxen für die Allgemeinmedizin durch den Bund sind wir heute bei der Gesundheitsreferentenkonferenz in Dornbirn wieder ein Stück nähergekommen. Ich habe mich mit Erfolg dafür stark gemacht, dass der Bund seinen finanziellen Anteil erhöht. Ergebnis ist, dass das Gesundheitsministerium tatsächlich noch einmal eine Million Euro nachgelegt hat und in den kommenden drei Jahren insgesamt vier Millionen Euro für die Finanzierung von Lehrpraxen zur Verfügung stellt." Das teilte Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl nach der heutigen Landesgesundheitsreferentenkonferenz in Dornbirn mit.

"In Salzburg haben wir gemeinsam mit der Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer ein Modell zur Finanzierung der Lehrpraxen erarbeitet. Dieses gilt, bis wir eine bundeseinheitliche Lösung gefunden haben. Dazu bedarf es noch Abstimmungen mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und der Ärztekammer", so Stöckl.

Ein wichtiges Thema der Konferenz war die Finanzierung von hochpreisigen Medikamenten. Diese können pro Patientin und Patient pro Jahr eine Million Euro und mehr betragen. Hintergrund ist der rasche medizinische Fortschritt in der Forschung und die damit verbundene Entwicklung von neuen und hochpreisigen Medikamenten, die die Krankenanstaltenträger bei der Finanzierung dieser Leistungen zunehmend unter Druck setzen. "Ziel der Länder ist es, dass Entscheidungen über die Verabreichung, den Einkauf sowie die Finanzierung über eine zentrale Stelle erfolgen. Ein derartiges System ist für den niedergelassenen Bereich bereits eingeführt und sollte auch für Krankenanstalten eingerichtet werden. Es geht darum, weiterhin bestmögliche Therapiemöglichkeiten mit den besten Medikamenten für unsere Patientinnen und Patienten sicherzustellen und dennoch gleichzeitig den Kostenrahmen einzuhalten", so Stöckl.

Einmal mehr haben die Gesundheitsreferenten heute bei ihrer Konferenz in Dornbirn das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft aufgefordert, die Zugangsregelungen für das Medizinstudium zu adaptieren und die Zahl der Studienplätze deutlich anzuheben. "Damit soll der zukünftige Mehrbedarf an Nachwuchsmedizinern sichergestellt werden. Außerdem soll, so wie ich das bereits mehrmals eingefordert habe, bei den Aufnahmetests dem Bereich der sozialen Kompetenzen wesentlich mehr Gewicht eingeräumt werden", betonte Stöckl abschließend. 171121_65 (sm/cs)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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