Landesklinik Hallein in SALK integriert

Stöckl bei Vertragsunterzeichnung: Umfang und Qualität verbessert

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.11.2017
 

(HP) Nach vielen Vorarbeiten kann nun die Landesklinik Hallein komplett in die Salzburger Landeskliniken integriert und der Vertrag unterzeichnet werden. "Das Zusammenspiel der Kliniken wird immer wichtiger – das Beispiel der Landesklinik Hallein zeigt, dass die Gesundheitsstrukturen in der Spitalsversorgung, welche durch einen regionalen Salzburger Strukturplan Gesundheit determiniert werden, eine gute Abstimmung der Leistungsträger im Gesundheitswesen, eine regionale Vernetzung, sowie die Ausnutzung der vorhandenen Strukturen und Personalressourcen in bestmöglicher Weise verlangt. Dies trägt auch dazu bei, dass die Versorgungsmöglichkeiten durch Krankenanstalten auch in ländlichen Gebieten aufrechterhalten werden können", so Spitals- und Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Im Jahr 2015 war die Situation im damaligen Krankenhaus Hallein nicht rosig: Hauptproblem für die Patientenversorgung war, dass es nur wenige Ärzte in der chirurgischen und unfallchirurgischen Abteilung gab. Die einzige Lösung zur Sicherung des Standortes der Landesklinik Hallein – als zentrales Anliegen der Stadtgemeinde Hallein und des Landes Salzburg – war eine Kooperation mit anschließender Integration in die SALK.

Stöckl weiter: "Die SALK hat seit Ende 2015 alle Ärztestellen in chirurgischen und unfallchirurgischen Abteilungen nachbesetzt und zusätzlich alle Anästhesie-Arztstellen besetzen können – vier Ärzte davon sind sogar aus dem bayerischen Raum zu uns gestoßen. Zudem wurde die Ausbildungsrotation bei Ärzten zwischen Uniklinikum LKH und Landesklinik Hallein umgesetzt. Vor allem freut mich, dass wieder die medizinischen Leistungszahlen gestiegen sind. Diese Leistungssteigerung sowie die Implementierung einer Tagesklinik-Struktur erfolgte parallel zu den aufwendigen Integrationsarbeiten der IT-Systeme ORBIS, SAP, PlaZet, Labor-Software, einem neuen PACS, dem Risk-Management mit Risk-Audit, der Umstellung von Organisationsstrukturen und Abläufen und den vielen Schulungsmaßnahmen für die neuen Systeme. Nach der systemtechnischen Integration per 1.Jänner 2018 – der Umstellung der IT-Systeme – wird der weitere Ausbau der Tagesklinik zügig fortgesetzt."

Das Krankenhaus Hallein stellt mit rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Grundversorgung von 50.000 Menschen im Tennengau sicher. Im Haus sind Abteilungen für Anästhesie und Intensivmedizin, Allgemeinchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Innere Medizin und seit einem Jahr auch ein Satellitendepartment für Unfallchirurgie. Rund 6.200 stationäre Aufnahmen pro Jahr und knapp 850 erwartete Geburten zeigen die Notwendigkeit des Krankenhauses für die Region.

Versorgungsumfang und Versorgungsqualität verbessert

2016 wurden der Versorgungsumfang und die Versorgungsqualität der Landesklinik Hallein vor allem in der Chirurgie und Unfallchirurgie verbessert. Die Notfallambulanz, die Chirurgie, die Gynäkologie und Geburtshilfe und die Innere Medizin wurden 24 Stunden an sieben Tagen geführt. Zusätzlich wurde eine "Unfallambulanz" an fünf Tagen in der Woche mit Fachärzten für Orthopädie und Traumatologie vom Uniklinikum Salzburg durch das "Satellitendepartment für Unfallchirurgie" eingerichtet.

Fachärztliche Versorgung in der Region massiv verbessert

2016 wurde das "Satellitendepartment für Unfallchirurgie“ neu gegründet und seit Mai dieses Jahres von Primar der Uniklinik für Orthopädie und Traumatologie (Uniklinikum Salzburg), Thomas Freude, geleitet. In Hallein findet in erster Linie die traumatologische Grundversorgung statt. Für Ärzte ist die enge Kooperation mit dem Team des Uniklinikums und die Möglichkeit der Rotation ein Gewinn. Patienten profitieren von der interdisziplinären, technischen und medizinischen Qualität eines Uniklinikums.

Chirurgische Abteilung wieder voll besetzt

Die chirurgische Abteilung in Hallein wird von Klaus Emmanuel vom Uniklinikum Salzburg als "Abteilung für Allgemeinchirurgie" geleitet. Das chirurgische Team in Hallein ist nach längerem Ärztemangel nun mit kompetenten Fachärzten sowie in Ausbildung stehenden Ärzten für Chirurgie, die das gesamte Spektrum der akuten und minimalinvasiven Chirurgie beherrschen, wiederum voll besetzt.

Damit die Patienten der Region auch einen Zugang zu diesem hochqualifizierten ärztlichen chirurgischen Personal finden, wurde dieses Jahr zusätzlich eine chirurgische Termin- und Facharztambulanz an fünf Tagen eingerichtet. Von Montag bis Freitag ist die Ambulanz der Abteilung für Chirurgie von 7.30 bis 15.30 Uhr mit Fachärztinnen und -ärzten besetzt. Die Ambulanz des Satellitendepartments ist ebenfalls unter der Woche von 7.30 bis 15.30 Uhr besetzt. Somit genießt der Patient aus der Tennengauer Region hiermit alle Vorteile der standortnahen Versorgung und zugleich die enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum Salzburg, die jederzeit auf kurzem Kommunikationsweg in Anspruch genommen werden kann.

24/7 Versorgung

Notfallpatientinnen und -patienten – mit Ausnahme der unfallchirurgischen Fälle – werden 24 Stunden an sieben Tagen von den anwesenden Ärztinnen und Ärzten erstuntersucht und je nach medizinischer Sachlage von Fachärztinnen und -ärzten in der Landesklinik Hallein versorgt oder an die zuständigen Fachabteilungen ins Uniklinikum Salzburg weitergeleitet.

Kooperation mit Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

In der Inneren Medizin sowie der Gynäkologie und Geburtshilfe wird auch weiterhin das Angebot für die Patienten kontinuierlich sichergestellt. Seit 1. Februar wird das Team der Gynäkologie und Geburtshilfe dann von Thorsten Fischer von der Uniklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Uniklinikums Salzburg geleitet und unterstützt. 171130_22 (rb/kg)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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