Neues Kunstdepot des Museum der Moderne Salzburg

Haslauer und Schellhorn bei Eröffnung

Salzburger Landeskorrespondenz, 01.12.2017
 

(HP) In Guggental in der Gemeinde Koppl wurde heute im Beisein von Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn und Direktorin Sabine Breitwieser das neue Kunstdepot des Museum der Moderne Salzburg eröffnet. Der Neubau ermöglicht erstmals eine zentrale und technisch zeitgemäße Lagerung aller Kunstbestände des Museum der Moderne Salzburg sowie der dem Haus anvertrauten Sammlungen.

Ausgehend von dem dringenden Bedarf des Museum der Moderne Salzburg nach geeigneten Depot- und Serviceräumen für die umfangreichen Kunstbestände fand im November 2016 der Spatenstich statt. In einer Bauzeit von knapp zehn Monaten wurde das dreigeschossige Depotgebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 4.626 Quadratmeter errichtet. Davon werden 3.396 Quadratmeter als Depotfläche und 1.230 Quadratmeter als Serviceräume genutzt.

Seit 2014 ist die hochkarätige und internationale Sammlung der Generali Foundation auf Initiative von Direktorin Sabine Breitwieser und durch tatkräftige Unterstützung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer dem Museum der Moderne Salzburg als Dauerleihgabe anvertraut. Die Schaffung von geeigneten Lagermöglichkeiten war eine der Bedingungen für die Übersiedelung der Sammlung nach Salzburg. Die vollständige Übersiedelung der Sammlung von Wien nach Salzburg ist für Februar 2018 geplant. Durch die zentrale Lagerung der gesamten Bestände werden nunmehr die bisherigen drei Depotstandorte des Museum der Moderne Salzburg aufgelöst und durch die verbesserte Logistik erhebliche Kosten eingespart.

     Kulturpolitischer Meilenstein

Direktorin Sabine Breitwieser betont, dass "mit dem Bezug des neuen Kunstdepots das Museum der Moderne Salzburg über die besten und langfristigen Lagermöglichkeiten für seine Kunstwerke verfügt. Dieser Quantensprung in der Infrastruktur und der damit einhergehende bessere Zugang der Bestände für Forschung und Ausstellungen ist ein weiterer unter meiner Direktion erreichter Meilenstein, der das Museum der Moderne Salzburg zu einer international viel beachteten Bildungseinrichtung beförderte.“

"In den vergangenen vier Jahren konnten im Kulturland Salzburg dringend notwendige Bauprojekte gestartet und umgesetzt werden. Nach der Teilrenovierung des Rupertinum, der Errichtung des Probenhauses des Landestheaters sowie des neuen Hauses der Volkskulturen haben wir mit dem Kunstdepot einen weiteren kulturpolitischen Meilenstein gelegt", so Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn. "Ich freue mich, dass uns die Realisierung des langersehnten und dringend erforderlichen Kunstdepot gelungen ist. Das Kunstdepot trägt zur Stärkung des Museum der Moderne Salzburg im internationalen Vergleich bei. Ebenso stärkt es Salzburg als Wissensstandort und Kulturland. Wir sind mit den Bauprojekten noch nicht am Ende, 2018 werden die Sternwarte sowie das Architekturhaus Salzburg fertiggestellt."

Landeshauptmann Wilfried Haslauer betonte, dass mit dem Neubau des Kunstdepots die modernen und zeitgenössischen Kunstschätze des Landes unter optimalen konservatorischen und sicherheitstechnischen Bedingungen für die Zukunft bewahrt werden können. "Mit der Sammlung Generali Foundation im Museum der Moderne Salzburg positioniert sich das Land Salzburg als noch stärkerer Anziehungspunkt für Kunstfreunde aus aller Welt", zeigt sich Haslauer erfreut. "Für die richtige Aufbewahrung und den zeitgemäßen Umgang mit den Objekten wurde das neue Kunstdepot innerhalb kurzer Bauzeit nach aktuellem Stand der Technik errichtet. Davon profitiert das Museum insgesamt, da die Sammlung bisher auf drei Depots verteilt war. Neben der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg und der Sammlung der Generali Foundation werden auch der Sammlungsbestand der Werke moderner Kunst, des Landes sowie die Fotosammlung des Bundes im neuen Depot untergebracht. Daher gilt mein Dank neben allen, die das Projekt gemeinsam vorangetrieben haben, vor allem Direktorin Sabine Breitwieser und der Generali Foundation, die ihre wertvolle Sammlung dem Museum der Moderne anvertrauen", so Haslauer.

Der über ein Private-Public-Partnership-Modell für das Museum der Moderne Salzburg, die Generali Foundation und das Land Salzburg als Mieter errichtete Neubau beläuft sich auf sieben bis acht Millionen Euro und wurde von dem privaten Financier IPC Project consulting GmbH erbaut. Das Museum der Moderne Salzburg mietet das Gebäude über einen Zeitraum von 40 Jahren. 171201_21

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at und Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

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