Alexandra Baumgartner erhält Förderpreis 2017

Schellhorn: Preis soll die Möglichkeit geben, Projekte weiter zu entwickeln und zu experimentieren

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.12.2017
 

(HP) Der Salzburger Kunstverein vergibt auch dieses Jahr gemeinsam mit dem Land Salzburg den Förderpreis in der Höhe von 3.000 Euro. Die Jury, bestehend aus Karolina Radenković (Leitung 5020), Tina Teufel (Kuratorin Museum der Moderne Salzburg) und Gerold Tusch (Künstler, Vorstandsmitglied Salzburger Kunstverein), prämierte die 1973 in Salzburg geborene Künstlerin Alexandra Baumgartner als Förderpreisträgerin 2017. Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn wird der Künstlerin den Preis heute Abend im Salzburger Kunstverein übergeben.

"Ich freue mich, den Förderpreis des Landes Salzburg und des Salzburger Kunstvereins 2017 an Alexandra Baumgartner überreichen zu können. Unter den 94 Einreichungen konnte sie die Jury mit ihrer künstlerischen Arbeit überzeugen. Mit dieser Auszeichnung möchten wir der Künstlerin die Möglichkeit geben, ihre Projekte weiter zu entwickeln, zu experimentieren, neue Ideen zu erforschen und verfolgen. Ich wünsche Alexandra Baumgartner viel Erfolg für die Zukunft und freue mich schon jetzt auf ihre Präsentation im Kunstverein im Dezember 2018", so Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn.

Förderpreisträgerin Alexandra Baumgartner studierte Malerei an der Universität Mozarteum Salzburg und an der Universität für angewandte Kunst Wien und absolvierte das Fotografie Kolleg in Wien. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Wien.

Jurybegründung

Alexandra Baumgartners Arbeiten überzeugten die Jury nicht nur durch ihre starke Bildsprache und die vielfältige Umsetzung in den unterschiedlichen Medien (Collage, Malerei, Installation und Objektkunst), sondern auch durch ihre konzeptuelle Einbettung in gesellschaftliche Fragestellungen.

Ihre Arbeiten durchzieht ein fragiles Netz an existenziellen Spannungen, die sich in der Handhabung des Materials und in der Auslotung zerbrechlicher Beziehungen zwischen zutiefst persönlichen Empfindungen und gesellschaftlichem Zwang manifestieren. Verdrängte Wünsche im Unbewussten treten als unkontrollierbare Triebquelle in Erscheinung und stoßen auf die Ohnmacht der Alltagsbewältigung des Einzelnen.

Oft greift sie auf bestehendes historisches Bildmaterial und gefundene Objekte zurück und verwandelt diese mit einer schlafwandlerischen Sicherheit zu neuen Gefügen, die dem Wunsch nach Selbstbestimmung und Kontrolle nachgehen: Fotos, Sessel, Spazierstöcke, Möbelteile oder Instrumente werden durch Bildmontagen, räumliche Arrangements und minimale Eingriffe verändert, um neue Bedeutungsträger von verstörender Inhaltlichkeit, poetischer Qualität und ästhetischer Überzeugungskraft zu generieren.

Alexandra Baumgartner produziert starke Bilder von eindringlicher Poesie, die uns einen flüchtigen Blick auf die verborgenen Abgründe des menschlichen Daseins erhaschen lassen. 171207_21 (kg/sm)

Weitere Informationen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

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