30 Jahre Salzburger Institut für Menschenrechte

Haslauer und Berthold: Schnittstelle zwischen Fachwelt und Öffentlichkeit für Verbreitung des Menschenrechtsgedankens

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.12.2017
 

(LK) Das Österreichische Institut für Menschenrechte auf der Edmundsburg feiert heute sein 30-jähriges Bestehen. "In seiner täglichen Arbeit hat sich das Institut der Sammlung und Sichtung von Menschenrechtsdokumenten und -ereignissen angenommen. Dabei sticht die Dokumentation der Straßburger Judikatur für den praktischen Juristen als besonders nützlich hervor", betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer in seiner Eröffnungsrede.

"Vor 30 Jahren war das Salzburger Institut für Menschenrechte das erste im gesamten deutschen Sprachraum. Seit damals arbeitet die Schnittstelle zwischen Fachwelt und breiter Öffentlichkeit mit vollem Einsatz für die Verbreitung des Menschenrechtsgedankens und für den Schutz der Menschenrechte in unserer Gesellschaft. Mit zahlreichen Tagungen, Publikationen und Workshops, aber auch Information und Beratung ist das Kompetenzzentrum ein wichtiger Ansprechpartner für jede Frau und jeden Mann. Reinhard Klaushofer und seinem Team möchte ich ganz besonders für den unermüdlichen Einsatz im Dienste der Menschenrechte danken", so Landesrätin Martina Berthold.

Die Europäische Menschenrechtskonvention war eine Antwort auf die systematische Missachtung der Menschenrechte im Zweiten Weltkrieg und durch die Diktaturen der Zwischenkriegszeit. Die Entstehungsgeschichte ist eng mit der des Europarats verbunden. Die Mitgliedsstaaten anerkennen den Grundsatz der Vorherrschaft des Rechts und dass die Menschenrechte und Grundfreiheiten für jeden Menschen gelten, der auf dem Hoheitsgebiet eines Mitgliedsstaates des Europarates lebt.

Ohne konkrete Beschwerden und die darauf basierenden Entscheidungen ohne die Diskussion der anstehenden menschenrechtlichen Probleme bleibt die Menschenrechtskonvention jedoch totes Papier. Deshalb empfahl der Europarat nationale Menschenrechtszentren für das Studium, die Forschung und die Information im Bereich der Menschenrechte zu schaffen. Das erste solche Zentrum im deutschen Sprachraum war das Österreichische Institut für Menschenrechte auf der Edmundsburg in Salzburg. 2014 ist das Institut eine Einrichtung der Paris Lodron-Universität geworden, wobei es weiterhin durch die ursprüngliche Gemeinschaft von Bund, Land Salzburg und Katholischem Hochschulwerk, die den ursprünglichen Rechtsträger bildeten, unterstützt wird. Damit einher ging eine Vergrößerung der räumlichen und personellen Ressourcen und eine Betonung sozialpolitischer Anliegen wie die Bekämpfung der häuslichen Gewalt oder ein Etappenplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Rahmen des Magistrats Salzburg. Fortgesetzt wird auch die Unterweisung von Berufsgruppen zum Thema Menschenrechte wie etwa jene der Richteramtsanwärter oder der Polizeibeamten. 171211_61 (sm/kg)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at; Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.