So ein Theater rund um "Stille Nacht!"

Haslauer: Siegerprojekte der landesweiten Ausschreibung stehen fest

Salzburger Landeskorrespondenz, 22.03.2018
 

(LK) Kreativ die vielschichtige Bedeutung von "Stille Nacht!" und seiner Botschaft für Salzburg und die ganze Welt darstellen. Darum ging es in einer Ausschreibung zum Stille Nacht-Jubiläumsjahr 2018, für die das Land 300.000 Euro zur Verfügung stellt. 112 Anträge aus allen Bezirken sind eingelangt. Nun wurden die Siegerprojekte ausgewählt. Für Landeshauptmann Wilfried Haslauer "keine leichte Entscheidung aufgrund der Fülle an guten Ideen".

Die Auswahl der siegreichen Projekte erfolgt durch die Mitglieder des Kuratoriums der Stille Nacht 2018 GmbH auf Empfehlung des Fachbeirates. "Ausschlaggebend für die Entscheidung waren in erster Linie der starke thematische Bezug und der möglichst hohe Innovationscharakter. Wichtig war uns außerdem der regionale Aspekt, also die Berücksichtigung von Projekten aus allen Bezirken", erläuterte Landeshauptmann Haslauer, der zugleich auch Kuratoriumsvorsitzender ist. Neben diesen landesweiten Projekten zählen die dezentrale Landesausstellung "Stille Nacht" in neun Museen und Orten, eine eigene Smartphone-App oder die Produktion "Meine Stille Nacht" in der Felsenreitschule zu den weiteren Höhepunkten des Stille-Nacht-Jahres 2018.

Jeweils 20.000 Euro für vier Siegerprojekte

Insgesamt werden 32 Projekte in allen Bezirken gefördert, die heuer umgesetzt werden. Die Höhe der Unterstützung fällt dabei unterschiedlich aus und reicht von 5.000 bis 20.000 Euro. In Bezug auf die 20.000 Euro kommen die "Sieger" dreimal aus dem Theaterbereich, und zwar aus dem Tennengau, Pongau und Flachgau, sowie ein Kinder- und Jugendprojekt, ebenfalls aus dem Flachgau.

Hauptrollen für Komponist und Texter in Hallein

Eine zeitgenössische szenische Auseinandersetzung mit den Protagonisten Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr verspricht das Stück "Dem Schicksal zum Trotz" des ELtheaters aus Hallein. "Unser Stück ist als partizipatives Community-Projekt angelegt. Wir kooperieren mit unterschiedlichen kulturellen Einrichtungen und vernetzen Menschen verschiedener Alters- und Berufsgruppen aus der Region", erklärt Alexandra Schwaiger. "In Schülervorstellungen wollen wir Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich mit Zeit und Leben der Protagonisten auseinanderzusetzen."

Wagrain und Kleinarl widmen sich Joseph Mohr

Von den Touristikern in Wagrain und Kleinarl kommt die Initiative für ein Bühnenstück über das Leben von Joseph Mohr, von dem der Text zu "Stille Nacht, Heilige Nacht" stammt. Schwerpunktmäßig geht es darin um die Entstehungsgeschichte des Liedes. Es handelt sich um eine gemeinsame Produktion mit dem Salzburger Landestheater und dem Marionettentheater, die im Pongau sowie in der Landeshauptstadt zu sehen sein wird.

"Stille Nacht und die Frauen" in Lamprechtshausen

Die Ehefrauen und Mütter von Gruber und Mohr sowie zwei moderne Frauen, eine davon Reporterin, sind die Protagonistinnen in einem Theaterstück mit dem Arbeitstitel "Himmel für Anna – Stille Nacht und die Frauen". Dieses Projekt wurde von Lamprechtshausen eingereicht. "Die Figur der Reporterin stellt den Kontakt zum Publikum her. Durch gesellschaftlich relevante Fragen soll das Publikum aktiv in die Auseinandersetzung mit dem Thema eingebunden werden", beschreibt Yarina Gurtner-Reinthaler, sie ist zugleich Autorin und Hauptdarstellerin, die Idee des Stücks. Die Musik im Stück sind Popsongs mit neuen Texten.

Schulalltag zur Grubers Zeiten in Arnsdorf

"Wie war das damals Herr Lehrer?" Diese Frage stellt das Kinder- und Jugendprojekt, das der Verein Stille Nacht Arnsdorf eingereicht hat und das als Ergänzung zur Ausstellung im dortigen Stille Nacht-Museum konzipiert ist. Der Fokus liegt auf der Vermittlung der Alltags-, Lebens- und Schulverhältnisse zu jener Zeit, als Franz Xaver Gruber als Lehrer, Komponist, Mesner und Organist tätig war. Das Theater Holzhausen wird für eine professionelle, kindgemäße Umsetzung sorgen. 180306_21 (kg/mel)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.