Jobgarantie für zehn Langzeitarbeitslose im Pongau

Gemeinsames Projekt von Land, AMS, Die Berater, Volkshilfe und Hilfswerk

Salzburger Landeskorrespondenz, 29.03.2018
 

(LK)  Das AMS Salzburg und das Land Salzburg haben sich zum Ziel gesetzt, möglichst vielen langzeitarbeitslosen Personen über 50 Jahre durch gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen den Zugang zu einem Arbeitsplatz zu ermöglichen. Vor kurzem wurde dazu ein Projekt mit zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Pongau gestartet. Dabei können Langzeitarbeitslose eine Ausbildung zum Alltagsbegleiter machen und werden nach erfolgreichem Abschluss von der Volkshilfe oder dem Hilfswerk in ein Dienstverhältnis übernommen.

Das Projekt ist bereits das zweite gemeinsame mit dem Arbeitsmarktservice zur Unterstützung von langzeitarbeitslosen Menschen in Salzburg. "Seit Dezember vergangenen Jahres hat das Land Salzburg mehr als 230.000 Euro in Qualifizierungsprogramme zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit investiert. Das sind wichtige Investitionen in die Zukunft der Betroffenen. Mit diesen Projekten unterstützen wir Arbeitssuchende gezielt auf dem Weg zurück in die Arbeitswelt", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Hindernisse aus dem Weg räumen

Hindernisse auf dem Weg zu einem neuen Job aus dem Weg räumen will das Land Salzburg gemeinsam mit AMS, Die Berater, Volkshilfe und Hilfswerk mit dem Projekt "Selbstständig leben. Orientierung, Aktivierung und Vorbereitung zur Begleitung älterer und unterstützungsbedürftiger Personen". Das Vorhaben wurde kürzlich in Bischofshofen gestartet. Aus mehr als 60 Interessentinnen und Interessenten wurden vorerst zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt. Diese absolvieren nun eine Ausbildung zum Alltagsbetreuer oder zur Alltagsbetreuerin. Nach erfolgreichem Abschluss haben sie eine Jobgarantie beim Hilfswerk oder bei der Volkshilfe. "Wir haben Personen ausgewählt, die bedingt durch ihre Lebenserfahrung bereits in Berührung mit der pflegerischen Betreuung von Angehörigen gekommen sind. In diesem Sinne findet die Ausbildung auch unter dem Leitmotto 'Entdecken und entwickeln Sie, was Sie bereits können' statt", erklärt Anton Költringer vom AMS Salzburg.

Der Selbstwert kommt in der Ausbildung zurück

"Im ersten Schritt geht es häufig darum, die vorhandenen Potenziale und Ressourcen wieder zu entdecken und auch wertzuschätzen. Durch positive Lernerfahrungen und das Arbeiten in der Gruppe erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bestätigung und Anerkennung. Sie werden in ihrem Tun bestärkt und bekommen wieder einen Teil ihres Selbstwerts, der häufig verloren gegangen ist, zurück", so Maria Lechner, Bereichsleiterin in Salzburg von Die Berater. Sie sind seit 20 Jahren Partner des AMS und haben bei der gemeinsamen Entwicklung dieses Bildungsangebots den Fokus bewusst auf eine Ausbildung mit Zukunftsperspektiven gelenkt.

Kosten für Qualifizierung tragen Land und Arbeitsmarktservice

Die Kosten für das Qualifizierungsprogramm in der Höhe von 48.000 Euro trägt das Land Salzburg aus Geldern der Arbeitsmarktförderung. Vom AMS wird der Beitrag zur Existenzsicherung der Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie die Kosten der Abwicklung des Programms getragen.

Daten und Fakten

Insgesamt waren, laut aktuellen Daten des AMS, im Februar diesen Jahres 983 Personen im Alter von 50 plus beim Arbeitsmarktservice als langzeitarbeitslos (mehr als 180 Tage arbeitslos) gemeldet, 326 Frauen und 657 Männer. Im Pongau waren es insgesamt 61 Personen, 23 Frauen und 38 Männer. 180329_10 (ram/mel)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.