Komplexe Forschung pointiert präsentiert

Berthold: Zwei Holzforscher gewannen Science Slam / Forschung pointiert, verständlich und jugendgerecht präsentiert

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.04.2018
 

(LK) Gewonnen haben am Ende alle. Schließlich ging es beim gestrigen Science Slam in der ARGEkultur in Salzburg darum, Forschung spannend für die Jugend aufzubereiten. Und allen Slammern ist das auch hervorragend gelungen. Dennoch konnte sich ein junges Wissenschafter-Duo über die meiste Zustimmung aus dem Publikum freuen: Gianluca Tondi und Thomas Sepperer dürfen sich ab sofort Science Slam Champion 2018 nennen.

"Wir haben beide nicht mit dem Sieg gerechnet. Aber es hat irrsinnig Spaß gemacht, dabei zu sein und plötzlich den eigenen Namen bei der Preisvergabe zu hören", erzählt Thomas Sepperer, Holzforscher am FH-Campus Kuchl, von seiner erstmaligen Slam-Teilnahme.

     Wissenschaftliche Projekte schnell und einfach

Wissenschaftliche Projekte schnell und in einfachen Worten vor Publikum auf den Punkt bringen – das ist die Idee hinter dem Science Slam. Der jüngere Bruder des Poetry Slams ist ein spannender und unterhaltsamer Präsentations-Wettstreit für Forscherinnen und Forscher. Gestern Abend präsentierten junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter in der ARGEkultur in Salzburg ihre aktuellen wissenschaftlichen Projekte.

Ganz im Stil der Veranstaltung stimmte Landesrätin Martina Berthold das junge Publikum mit ihrem "Eröffnungs-Slam" ein. Etwas sachlicher erklärte sie anschließend: "Komplexe Wissenschaft mit einfachen Worten auf den Punkt zu bringen, das ist eine große Kunst. So wird bei Jugendlichen die Begeisterung für unterschiedliche Forschungen geweckt – und noch dazu auf unterhaltsame Weise."

     Holzforschung gewinnt

Fünf Slamer oder Slam-Teams von Fachhochschulen aus ganz Österreich präsentierten ihre Forschung zum Thema "Go Green". Am Ende bewertete das Publikum und kürte die beiden Holzforscher Gianluca Tondi und Thomas Sepperer von der FH Salzburg, Campus Kuchl, zum Sieger. Tondi begeisterte mit einem englischen Vortrag bei seiner zweiten Science-Slam-Teilnahme, Sepperer unterstützte ihn auf Deutsch.

"Mit unserem Slam haben wir aufgezeigt, wie wichtig die Holzforschung ist. Dadurch weiß man, dass man Holz nicht nur verbrennen kann, sondern dass Holz auch nachhaltig verwendet werden kann: zuerst beim Hausbau, dann als Werkstoff und erst am Ende zum Verbrennen", erklärt Sepperer.

Organisiert wurde der Science Slam in der ARGEkultur von Carmen Wageneder-Schmid von der FH Salzburg. Initiator der Science Slams in Österreich ist Bernhard Weingartner. Der Physiker lehrt Wissenschaftskommunikation an der Technischen Universität Wien und der Universität für angewandte Kunst Wien, coacht Lehrende an Universitäten, Schulen und in der aufsuchenden Jugendarbeit, schreibt populärwissenschaftliche Bücher über Wissenschaft, hält regelmäßig Vorträge zu aktuellen naturwissenschaftlichen Themen und leitet das Projekt physikmobil.at zur Nachwuchsförderung im öffentlichen Raum.

     Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen

Der gestrige Science Slam bildete den informellen Auftakt des Forschungsforums der österreichischen Fachhochschulen. Dieses findet heute und morgen an der FH Salzburg in Puch-Urstein statt. Mit dem Generalthema "Innovation – Transfer – Vorsprung" nimmt das Forschungsforum Bezug auf die drei großen Stärken der FH-Forschung. Im Mittelpunkt stehen die Themen Innovation durch Forschung, Vorsprung durch kooperative FH-Forschung sowie die Nachwuchsforschung. Alle Informationen zum Programm sind auf der Webseite der FH Salzburg zu finden. 180404_52 (grs/kg)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter