Sicher in den Motorradfrühling

Pallauf: Zahl der Todesopfer gestiegen / Land fördert 200 Fahrtrainings

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.04.2018
 

(LK) Motorradfahren ist Leidenschaft, die Saison beginnt jetzt, wenn der Frühling kommt. Die Schattenseite: Im Vorjahr gab es auf Salzburgs Straßen 13 Todesopfer zu beklagen, 2016 waren es noch fünf. Auch 2013 war mit 14 tödlich Verunglückten ein trauriges Jahr. "Die Unfallzahlen sind dramatisch, wir wollen etwas unternehmen und fördern Fahrsicherheitstrainings für Biker mit 50 Euro pro Person", so Verkehrslandesrätin Brigitta Pallauf.

32.000 Motorräder und 17.340 Leichtmotorräder sind in Salzburg zugelassen. Wenn das Zweirad nach dem langen Winter aus der Garage geholt wird, wird es gehegt und gepflegt, überprüft und sommerfit gemacht. Ganz anders sieht es oft mit dem Fahrkönnen aus. Das ist vor allem bei Wiedereinsteigern zwischen 45 und 60 Jahren ein Problem, die Fertigkeit am Zweirad ist häufig "eingerostet". "Mangelnde Routine und das ungewohnte Handling des Motorrades führen in dieser Altersgruppe zu vielen schweren Unfällen. Gerade die ersten Ausfahrten sollte man mit großem Respekt und nicht ohne Training angehen", empfehlen Manfred Pfeiffenberger vom Fahrtechnikzentrum Saalfelden/Brandlhof und ÖAMTC-Chef Erich Lobensommer.

50 Euro Förderung, um wieder routiniert unterwegs zu sein

"Das Land Salzburg fördert Fahrsicherheitstrainings für Motorradfahrerinnen und -fahrer beim Brandlhof in Saalfelden mit 50 Euro pro Person. Der 'Bonus' gilt für 200 ganztägige Aktiv- und Dynamiktrainings und soll Unfälle vermeiden helfen", betont Verkehrslandesrätin Pallauf. "Trainierte Fahrerinnen und Fahrer reagieren in kritischen Situationen souveräner", bestätigt Pfeiffenberger die sinnvolle Vorbereitung auf den Motorradfrühling. 180405_70 (mel/kg)

Motorrad und Leichtmotorrad-Unfallzahlen in Salzburg

  • 2012: 268 Verletzte, vier Todesopfer
  • 2013: 300 Verletzte, 14 Todesopfer
  • 2014: 249 Verletzte, vier Todesopfer
  • 2015: 279 Verletzte, sieben Todesopfer
  • 2016: 271 Verletzte, fünf Todesopfer
  • 2017: Zahl der Verletzten noch unbekannt, 13 Todesopfer

Weitere Informationen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrätin Brigitta Pallauf, Tel.: +43 662 8042-3341, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at

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