Neuer Silverjet I aufs Aineck: Das "i-Tüpfelchen" für St. Margarethen

Haslauer: Land steuert 1,2 Millionen Euro bei / Das Skigebiet wird komplett /Seilbahnen investieren 2018 wieder kräftig

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.04.2018
 

(LK) Eine halbe Stunde. So lange mussten die Wintersportler teilweise warten, bis sie von St. Margarethen ins beliebte Skigebiet am Aineck gekommen sind. "Der Doppelsessellift als Zubringer ist ab Montag Geschichte. Durch die neue 8er-Gondelbahn um zwölf Millionen Euro herrscht in St. Margarethen Aufbruchsstimmung", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der heute, als die letzten Skifahrer im Tal abschwangen, den Spatenstich vollzog.

Ein historischer Tag für die ganze Gemeinde. Heute endet in St. Margarethen die Skisaison, schon morgen wird der alte Doppelsessellift aufs Aineck abgetragen. "Die zweite Sektion und eine Gipfelbahn gibt es schon. Die technische Beschneiung steht ebenfalls zu 100 Prozent, im Tal haben wir mit zirka 1000 Parkplätzen schon vorgesorgt. Jetzt fehlt nur noch die erste Sektion, sozusagen das 'i-Tüpfelchen' als Zubringer", erklärt Josef Bogensberger, Geschäftsführer der Katschberg Bergbahnen GmbH.

Masterplan für das Skigebiet

Seit 2007 wirtschaftet am Aineck und Katschberg eine gemeinsame Bergbahnengesellschaft und das sehr erfolgreich, die Hausaufgaben für ein modernes Skigebiet wurden gemacht: "Es gibt einen Masterplan, den wir seit 2007 verfolgen", betont Bogensberger und Landeshauptmann Wilfried Haslauer fügt hinzu: "Mit dem Silverjet I ist die letzte qualitative Lücke geschlossen. Der Katschberg und das Aineck reihen sich damit in die Liste der Top-Skigebiete in Salzburg ein."

Das Geld bleibt im Lungau

Wenn die Bagger am Montag auffahren, dann sind das hauptsächlich welche aus der Region, denn die Aufträge gingen allesamt in den Lungau. "Bis auf Doppelmayr kommen die Firmen ausschließlich aus der Umgebung", betont Bogensberger. Und die Errichtung der Gondelbahn hat noch weitreichendere, positive Effekte für St. Margarethen: "Es herrscht richtige Aufbruchsstimmung, auch die Hotellerie investiert", weiß der Geschäftsführer.

Straffer Zeitplan, Eröffnung Ende November 2018

Der straffe Zeitplan muss eingehalten werden, die Lungauer hoffen auf einen langen Sommer. Ende November sollen die ersten Skifahrerinnen und Skiffahrer in der Gondel aufs Aineck gelangen, dann startet in St. Margarethen eine neue Tourismus-Ära.

Legendäre Kohlmaisbahn in Saalbach-Hinterglemm wird ersetzt

Salzburgs Seilbahnwirtschaft wird auch in diesem Sommer kräftig investieren. Durchschnittlich waren es in den vergangen Jahren 100 Millionen Euro pro Jahr. In Saalbach-Hinterglemm wird in diesem Sommer die Kohlmaisbahn ersetzt, die rote "Gruppengondel" prägte seit 1989 und vor allem bei der Alpinen Ski Weltmeisterschaft 1991 das Ortsbild. In Bad Hofgastein absolvierte die Schlossalmbahn zu Ostern ihre letzte Fahrt, das Skigebiet bekommt um mehr als 80 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren ein völlig neues Gesicht. In Kaprun arbeitet man am Zusammenschluss Maiskogel mit dem Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn. Die neue Gondel auf den Maiskogel wird schon in diesem Sommer errichtet, die 3S-Bahn bis nach Langwied dann 2019. In Maria Alm wird das Ortszentrum über den Hausberg Natrun mit dem Hochkönig Skigebiet verbunden. 180408_70 (mel/kg)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

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