370 Jugendliche lassen tief in ihr Leben blicken

Berthold: Arbeiterkammer, Land und Stadt Salzburg unterstützen Buch-Projekt "Wir in Salzburg"

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.04.2018
 

(HP)  Was denken und fühlen die jungen Menschen im Bundesland Salzburg? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Buch-Projekt "Wir in Salzburg". Es ist voll mit autobiografischen Texten, die tiefe Einblicke in das Leben von 370 Jugendlichen geben.

Das Buch wird heute im Das Kino Salzburg und morgen im Kongresshaus St. Johann im Pongau präsentiert. "Das Projekt ist eine einzigartige Möglichkeit, mehr über die Wünsche, Bedürfnisse, Sehnsüchte und Träume der jungen Salzburgerinnen und Salzburger zu lernen. Denn nur so können wir bei deren Realisierung helfen und unterstützen, wo es uns möglich ist", sind sich AK-Präsident Peter Eder, Jugend-Landesrätin Martina Berthold und Salzburgs Vize-Bürgermeister Bernhard Auinger einig.

Autobiografische Berichte von Jugendlichen in Salzburg

Vor drei Jahren wurden in der Neuen Mittelschule Hallein die ersten Texte für das Buch-Projekt "Wir in Salzburg" geschrieben. Nun erscheinen unter diesem Titel zwei Bände mit mehr als 370 autobiografischen Berichten von jungen, in Salzburg lebenden Menschen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren. Entstanden sind all diese Texte in Schreib-Workshops in Berufsschulen (Salzburg) und Polytechnischen Lehrgängen (Hallein und St. Johann), in einem Gymnasium (Salzburg), einer Handelsakademie (St. Johann) und in drei Produktionsschulen (Salzburg, Hallein, Bischofshofen) sowie im Quartier Rettet das Kind für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in St. Gilgen am Wolfgangsee.

Journalist und Autor motivierte die Jugendlichen zum Schreiben

Initiiert wurde das Projekt von dem aus Hallein stammenden Journalisten und Autor Ernst Schmiederer. Er sammelt mit dem Team seines Wiener Blinklicht Media Lab seit 2011 österreichweit solche Berichte und publiziert diese in einer mittlerweile elf Bände umfassenden Buchreihe. Realisiert werden konnten sowohl die Produktion der Salzburg-Bände als auch die Workshops durch eine Co-Finanzierung durch Land Salzburg, AK Salzburg und Stadt Salzburg.

Autorinnen und Autoren kommen selber zu Wort

Bei den Buch-Präsentationen lesen Jugendliche aus ihren Texten selber vor und stehen im Anschluss zum Gespräch bereit. "Es ist eine Ermutigung für alle jungen Menschen, ihre eigenen Geschichten zu erzählen – und ein Auftrag an uns Erwachsene, viel mehr hinzuhören."

Vorwort von Ludwig Laher

Dem ersten Band vorangestellt ist ein Vorwort des Schriftstellers Ludwig Laher, der sich für seine Bücher selber immer wieder intensiv mit autobiografischen Erzählungen auseinandergesetzt hat: "Die meisten Menschen sind es nicht gewohnt, einem Fremden gegenüber über ihr Leben, ihre Probleme, ihre Freuden, ihre Liebhabereien oder ihre Haltungen wirklich Bescheid zu geben. Dass das auf den folgenden Seiten so häufig und teilweise so intensiv, so intim geschieht, spricht einerseits für das methodische Geschick der für das Projekt Verantwortlichen, andererseits für den großen Bedarf." 180409_51 (grs/mel)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

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