Acht Bundesländer einigen sich auf einheitlichen Jugendschutz

Berthold: Anwesende Jugendreferentinnen und -referenten einigten sich erneut darauf, Schutzalter für Rauchen auf 18 Jahre anzuheben

Salzburger Landeskorrespondenz, 20.04.2018
 

(HP)  Vom Burgenland bis nach Vorarlberg: Bis heute gibt es in den Bundesländern eine Vielfalt im Jugendschutz. Wie lang Jugendliche ausgehen dürfen und ab wann sie Alkohol konsumieren dürfen, ist jeweils sehr unterschiedlich geregelt. Salzburgs Landesrätin Martina Berthold setzte sich bis zuletzt für eine österreichweite Harmonisierung ein, denn "es ist nicht einzusehen, dass Jugendliche von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich behandelt werden".

Heute verhandelten die Jugendreferentinnen und -referenten der Länder über die österreichweite Harmonisierung des Jugendschutzes. Nicht dabei war der für Jugendschutz zuständige Landesrat aus Oberösterreich. Alle politischen Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer einigten sich auf gemeinsame Kriterien beim Jugendschutz. Diese wurden von der Bundesjugendvertretung (BJV) ausgearbeitet. Die Anwesenden einigten sich erneut darauf, das Schutzalter für Rauchen auf 18 Jahre anzuheben.

Im nächsten Schritt müssen die Bundesländer die Bestimmungen zum Rauchen, zu den neuen Ausgehzeiten und die geänderten Bestimmungen beim Alkoholkonsum in ihren Landtagen beschließen.

Was ändert sich für junge Menschen in Salzburg?

Die neuen Regelungen bringen auch für junge Salzburgerinnen und Salzburger einige Änderungen. Eine Nachricht wird alle Jugendlichen ab 14 Jahre freuen: In Zukunft sollen sie am Wochenende eine Stunde länger ausgehen können. Diese Regelung besteht übrigens in den meisten Bundesländern schon jetzt. Salzburg zieht hier nach. Ab dem 16. Geburtstag gibt es keine zeitliche Beschränkung der Ausgehzeiten mehr.

Ausgehzeiten, Alkohol und Rauchen

Folgende Regelung der Ausgehzeiten ohne Begleitperson sollen ab 1. Jänner 2019 umgesetzt werden: bis 14 Jahre 23 Uhr, 14 bis 16 Jahre 1 Uhr, ab 16 Jahren keine Einschränkung.

Beim Alkohol soll es zur Differenzierung in die Altersstufen 16 und 18 Jahre kommen, der Konsum von "hartem" Alkohol wie Schnaps erst ab 18 Jahren erlaubt sein. Diese Regelung besteht in Salzburg bereits, hier ändert sich also nichts. Beim Rauchen soll als Maßnahme zur Prävention die Anhebung des Schutzalters auf 18 Jahre umgesetzt werden.

Gleichzeitig wird gemeinsam mit dem Bund, den Fachstellen für Suchtvorbeugung, der BJV, dem bundesweiten Netzwerk Offene Jugendarbeit und dem Bundesnetzwerk Österreichische Jugendinfos ein umfassendes Paket erarbeitet, das Maßnahmen und finanzielle Mittel zu Prävention, Verkauf, Abgabe und öffentliche Zugänglichkeit beinhaltet. Alle in Hall in Tirol anwesenden Landesjugendreferentinnen und -referenten der Bundesländer setzen sich dafür ein, dass die Jugendschutzgesetze gemäß obigem Vorschlag harmonisiert und mit 1. Jänner 2019 in Kraft gesetzt werden. 180420_51 (rb/grs)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

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