Wie aus einem Guss

Tradition trifft auf Digitalisierung / Gießereitage im Salzburg Congress

Salzburger Landeskorrespondenz, 27.04.2018
 

(LK) In der Gusstechnik schlägts 13. Denn es sind längst nicht mehr die Kirchturmglocken, an die man bei dem Begriff Gießerei denkt. Türgriffe, Amaturen oder Autofelgen. Alles Produkte, die heute tagtäglich Verwendung finden und in traditionellen Gießereiunternehmen produziert werden. Und auch hier ist die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken. "Das Zusammenspiel zwischen modernster Technik und Tradition spielt hier künftig ein ganz große Rolle", betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer gestern beim Gießertreffen im Terminal 2 am Flughafen.

Mit 800 Teilnehmern und mehr als 30 Fachvorträgen ist die Gießereitechnische Tagung im Salzburg Congress eine der größten im deutschsprachigen Raum. Neueste Forschungsergebnisse aus den Bereichen Metallurgie, Technologie sowie moderne und zukunftsweisende Optimierungsverfahren für Verfahren und Gussteile werden hier präsentiert. "Ohne ein hoch entwickeltes Gießereiwesen im europäischen Industrieverbund wäre diese hochspezialisierte und auch international erfolgreiche Salzburger metallverarbeitende Industrie nicht denkbar", unterstreicht Haslauer.

Simulationen und 3D-Technik

"Virtual Reality" wird nicht nur mehr bei Computerspielen oder im Immobilienbereich eingesetzt, auch die Gusstechnik taucht nun in die virtuelle Welt ein und nutzt die 3D-Optik für sich. "Wir können damit simulieren, wie sich verschiedene Materialien unter bestimmten Einflüssen verhalten und das ist in unserer Branche sehr wichtig. So können wir in die verschiedensten Gussteile reinschauen und dort noch die eine oder andere Kleinigkeit ändern", weiß Gerhard Schindelbacher, Geschäftsführer vom österreichischen Gießerei-Institut. 180427_30 (jus/mel)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

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