Weitere Wolfsattacke im Pongau?

Schwaiger: DNA-Proben entnommen / Verdacht auf Wolf besteht weiter

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.05.2018
 

(LK) Die Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Gundi Habenicht, wurde am Freitag nach St. Johann im Pongau gerufen. Dort besteht der Verdacht, dass ein Wolf zwei Ziegen gerissen und zwei weitere verletzt hat. "Ich habe DNA-Proben genommen und hoffe auf gute Ergebnisse. Es handelt sich um eine hofnahe Weide, allerdings liegt der Betrieb abgelegen", so Habenicht. Sie informierte am Freitag auch Landesrat Josef Schwaiger, der betonte: "Dieses Jahr wird in Bezug auf den Wolf offenbar ein ganz anderes als 2017. Die Fälle scheinen sich zu häufen, aber warten wir die Auswertung der Proben ab."

Denn auch die entnommenen DNA-Proben aus den Bisswunden der Vorfälle in Pfarrwerfen und Tenneck Ende April sind noch nicht ausgewertet. "Ich bin Freitagfrüh angerufen worden und gleich nach St. Johann gefahren. Bei den toten Tieren gab es bereits zusätzliche Fraßspuren, wahrscheinlich von einem Fuchs", so die Wolfsbeauftragte Gundi Habenicht. Ob es sich bei den Bisswunden um einen Wolf oder einen Hund handelt, sei schwer festzustellen.

Vieles weist auf den Wolf hin, die letzte Sicherheit fehlt aber noch. "Es scheint aber so, dass wir ein veritables Problem haben. Vor allem die landwirtschaftlichen Betriebe leiden sehr darunter", betont Schwaiger. LK_180511_70 (mel)

Rückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum.

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