Mathe-Kängurus machen große Sprünge

60 Schüler brillieren mit logischem Denken / Jennifer Höllbacher ist das Mathe-Ass

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.05.2018
 

(LK) Mehr als 200 stolze Schüler, Eltern und Lehrer füllen heute den Borromäum Festsaal. Die Aufregung ist den insgesamt 60 Schülerinnen und Schülern ins Gesicht geschrieben. Denn seit zwei Monaten fiebern sie schon auf die Siegerehrung des beliebten "Känguru-Wettbewerbs" hin. "Der Wettstreit zeigt, wie wichtig der spielerische, kreative Umgang mit Mathematik ist", so Landtagspräsident Josef Schöchl in Vertretung des Landeshauptmanns.

Mathe-Aufgaben lösen und dabei auch noch Spaß haben. Das hätte sich Sandro Gruber von der Volksschule St. Michael im Lungau wohl nicht gedacht, als er sich für den Wettbewerb im März freiwillig angemeldet hat. "Ich bin froh, dass ich mitgemacht hab', weil es wirklich sehr lustig war, an kniffligen Aufgaben zu tüfteln", so der Schüler (7). Das Punktezählen bei der Käfer-Aufgabe hat ihn am meisten fasziniert und er meint: "Im kommenden Jahr will ich auf jeden Fall wieder mitmachen".

Ein Mathe-Ass im Ärmel

Ein Ass im Ärmel hatte die elfjährige Jennifer Höllbacher vom BRG Zell am See. Für sie waren die insgesamt 24 Fragen fast schon ein Kinderspiel. Sie ist das Mathe-Genie in ihrer Schule und beschäftigt sich in der Freizeit – neben Turnen und Skifahren - viel mit Zahlen. "Wenn es kompliziert wird, dann spornt mich das noch mehr an. Das Gefühl, die schwierige Aufgabe gelöst zu haben, ist für mich das Allerschönste", so die Pinzgauerin. Rechnerische Tricks hat sie nicht auf Lager, aber sehr wohl eine Strategie: "Wenn der Kopf einmal richtig raucht, dann schalte ich ihn einfach ab. Dabei hilft mir das Turnen." Mit 120 erreichten Punkten ist Jennifer in ihrer Kategorie Siegerin, hat alle Aufgaben richtig gelöst und darf zur Bundessiegerehrung nach Wien.

Mathe als Grundlage für Alltag

Fast 20 Jahre organisiert Lehrerin Elisabeth Willau jetzt schon den Känguru-Wettbewerb. Für sie ist die Auszeichnung immer wieder ein ganz besonderer Moment, denn "man sieht es den Kindern an, mit wie viel Begeisterung sie an die mathematischen Aufgaben gehen und welche Freude herrscht, wenn sie dafür ausgezeichnet werden". Aber nicht nur das, denn Mathe sei auch für den Alltag sehr wichtig: "Das flexible, schnelle und wendige Denken ist auch für alltägliche Situationen sehr wertvoll. Und Mathematik hilft, die Auffassungsgabe zu verbessern", betont Willau.

Knapp 8.000 Schüler angemeldet

In Salzburg waren knapp 8.000 Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zwölften und 13. Schulstufe zum Wettbewerb angemeldet. In sechs Alterskategorien stellten sich Schülerinnen und Schüler der Volksschule, der Hauptschule, der Neuen Mittelschule und der AHS sowie der HTL in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zwischen 15 und 30 mathematischen Aufgaben. REP_180523_32 (jus/grs/mel)

Rückfragen: Josef Hörmandinger, Büro Landtagspräsident Schöchl, Tel. +43 662 8042-2609, E-Mail: josef.hoermandinger@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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