Eine Partnerschaft mit Wurzeln

Im Freilichtmuseum wächst eine Eiche als Symbol der Verbundenheit Salzburgs mit den Baltenrepubliken heran

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.05.2018
 

(LK)  Seit 48 Jahren besteht eine enge Partnerschaft des Landes Salzburg mit Litauen, die noch unter sowjetischer Herrschaft begann. Als Zeichen für ein gelebtes Miteinander pflanzte Landtagspräsident Josef Schöchl gemeinsam mit den Botschaftern der drei Baltenrepubliken Litauen, Lettland und Estland sowie den Honorarkonsuln eine Eiche im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain. "Wir drücken damit unseren Dank für die langjährige Verbundenheit aus und lassen die Partnerschaft Wurzeln schlagen", so Schöchl.

Besonders kulturell findet ein reger Austausch zwischen Salzburg und Litauen statt, etwa durch gegenseitige Ausstellungen über die Künstlervereinigung Berchtoldvilla oder durch zahlreiche litauische Studierende am Mozarteum. 1990 wurde die Unabhängigkeitsbewegung Litauens vom Salzburger Landtag unterstützt. Es folgten eine Partnerschaft zwischen den Städten Salzburg und Vilnius sowie eine vielfältige Zusammenarbeit in den Bereichen Architektur, Schul- und Bildungswesen, Medizin, Landwirtschaft, Tourismus, Universitäten und Kirchen.

Doppeltes Jubiläum

Die Pflanzung der Eiche geht auf eine Idee der estnischen Honorarkonsulin Sirje Winding-Frauenlob zurück. Hintergrund ist ein doppeltes Jubiläum: 1918 entstand nicht nur Österreich als Republik, sondern auch die unabhängigen Republiken Estland, Lettland und Litauen. Nach deutscher Besetzung im Zweiten Weltkrieg und anschließender Zwangseingliederung in die Sowjetunion erklärten die baltischen Staaten im Frühjahr 1990  erneut ihre Unabhängigkeit. Eine Tafel weist nun im Freilichtmuseum auf den jüngsten Spross der Salzburg-baltischen Verbundenheit hin. LK_180525_60 (sm/grs)

Rückfragen: Josef Hörmandinger, Büro Landtagspräsident Schöchl, Tel. +43 662 8042-2609, E-Mail: josef.hoermandinger@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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