Gebündelte Hilfe für Menschen mit Behinderungen

Schellhorn: Neuer Focal Point ist Koordinierungs- und Steuerungsstelle

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.05.2018
 

(LK)  Das Leben von Menschen mit Behinderungen verbessern – dieses Ziel hat der neu eingerichtete Focal Point in Salzburg. Die für Behinderung und Inklusion zuständige Sozialabteilung des Landes ist nun Koordinierungs- und Steuerungsstelle für Angelegenheiten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen.

"Mit dem Focal Point haben wir nun eine Anlaufstelle geschaffen, die im Sinne der UN-Behindertenkonvention informiert und berät. Einzelpersonen oder auch Institutionen können sich bei Fragen rund die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in Salzburg an Beatrice Stadel vom Focal Point wenden – etwa was Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen in der Gemeinschaft oder die Barrierefreiheit im Alltag betrifft", so Soziallandesrat Heinrich Schellhorn bei seinem Besuch der neuen Einrichtung.

Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hat Beatrice Stadel zum Interview getroffen. Sie sprach über Arbeitsweise und wie Menschen mit Behinderung in verschiedenen Situationen geholfen werden kann.

LMZ: Wer kann sich an den Focal Point, also an Sie wenden?

Beatrice Stadel: Alle, die ein Anliegen in Zusammenhang mit der UN-Behindertenrechtskonvention haben. Das kann etwa eine Bildungsinstitution sein, die ihre Angebote für die Inklusion erweitern möchte, oder eine Gemeinde, die eine barrierefreie Bibliothek plant, aber auch Menschen mit Behinderungen, die sich mehr Selbstbestimmung und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben wünschen.

LMZ: Sie sind so gesehen für viele Lebensbereiche und Themen zuständig?

Beatrice Stadel: Es geht in erster Linie um eine Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Rechte und Anliegen von Menschen mit Behinderungen. Der Focal Point setzt sich mit vielen Themen, die alle Lebensbereiche umfassen, auseinander. Das kann im Konkreten bedeuten: Schritte zu setzen, um die persönliche Mobilität von Menschen mit Behinderungen im Land Salzburg zu verbessern oder die Chancen zu erweitern, dass sie am kulturellen, öffentlichen und politischen Leben teilnehmen.

LMZ: Was wird bei Problemen konkret unternommen?

Beatrice Stadel: Hauptsächlich achten wir auf eine gleichberechtigte Teilnahme für Menschen mit Behinderungen. Das bedeutet auch, Barrieren aufzuzeigen und neue Wege zu gehen, die zu einer vielfältigen, offenen und inklusiven Gesellschaft führen. Die Koordinierung und Steuerung der UN-Behindertenrechtskonvention ist nur gemeinsam mit den entsprechenden Beteiligten und unter breiter Einbindung von Betroffenen als Expertinnen und Experten in der eigenen Sache möglich. Themen können die Finanzierung von Blindenführhunden, die Erweiterung der Gebärdendolmetschleistungen im Bildungsbereich oder barrierefreie Zugänge zu Informationen sein. Sie alle werden individuell und lösungsorientiert behandelt.

LMZ: Haben Sie ein konkretes Beispiel?

Beatrice Stadel: Menschen mit Behinderungen wünschen sich beispielsweise vergünstigte Tarife bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es wird gemeinsam mit der Abteilung Infrastruktur und Verkehr und mit den Verkehrsverbänden an einem Konzept gearbeitet. Ziel ist, die persönliche Mobilität von Menschen mit Behinderungen im Land Salzburg zu verbessern.

Direkter Kontakt zum Focal Point und mehr Informationen

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Rückfragen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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