Mit einem Lied geht alles leichter

"Singende Klassenzimmer" erhielten Zertifikate / 4.000 Kinder beginnen ihren Tag mit einem Lied

Salzburger Landeskorrespondenz, 27.06.2018
 

(LK) Mehr als 4.000 Volksschülerinnen und Volksschüler aus 234 Klassen von 82 Schulen haben in den vergangenen Monaten mit einem Lied ihren Tag begonnen. Sie alle haben an der Initiative "Singendes Klassenzimmer" teilgenommen, bei der heute in der Universitätsaula große Zertifikatsverteilung angesagt war. "Wir fördern damit das gemeinsame Singen und dessen positive Wirkung auf die Leistungsfähigkeit sowie die persönliche Entwicklung der Kinder", so Landesrat Heinrich Schellhorn.
 


"Wir sind überwältigt, hätten nie geglaubt, dass die Aktion so großen Zuspruch findet und so extrem gut in den Schulen angenommen wird", zieht Projektleiterin Berta Wagner vom Forum Volkskultur höchst zufrieden Bilanz. "Es war und ist ein Ansporn für die Lehrerinnen und Lehrer, wieder mehr mit den Kindern zu singen. Und diese haben wirklich viel Freude und danach eindeutig mehr Energie zum Lernen."

Mit Feuereifer dabei

"Die Kinder sind mit Feuereifer dabei", bestätigt auch Cornelia Schertz, Lehrerin des Musikum und in mehreren Volksschulen tätig. "In Anif haben wir mit einer Klasse angefangen, binnen kurzer Zeit wollten alle regelmäßig gemeinsam singen. Es war ein Wunsch der Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler und der Eltern." Davon, mit welch großer Begeisterung die Mädchen und Buben bei der Sache sind, konnte man sich heute Vormittag in der Salzburger Altstadt überzeugen, wo sie das Gelernte zum Besten gaben.

Das gemeinsame Singen geht weiter

"Nachdem die Anmeldungen all unsere Erwartungen übertroffen haben, wollen wir das Projekt im nächsten Schuljahr unbedingt weiterführen. Wir planen, es im gleichen Umfang im Herbst wieder auszuschreiben. Derzeit laufen die Gespräche mit allen Beteiligten", so Landesrat Schellhorn.

"Kraftfutter" für Kinderhirne

Singen macht Freude und tut gut. Diese Tatsache steht im Zentrum des Projekts "Singendes Klassenzimmer", das im Herbst 2017 in den Volksschulen des Landes startete. Es ist "Kraftfutter" für Kinderhirne, Persönlichkeitsentwicklung, dient der kulturellen Gesellschafts- und Gemeinschaftsbildung und hat noch viele weitere positive Nebeneffekte, die wissenschaftlich erwiesen sind.

Zehn singende Schulen

Mindestens zehn Minuten mit den Kindern in den Volksschulen singen – und das täglich. Plus ein öffentlicher, natürlich musikalischer, Auftritt pro Jahr. Das sind die Bedingungen, um das Prädikat "Singendes Klassenzimmer" zu erhalten. Beteiligen sich alle Klassen, wird das Prädikat "Singende Schule" verliehen. Zehn Volksschulen im Land, darunter auch Anif, haben dieses heuer bereits erworben und wurden ebenfalls heute ausgezeichnet.

Viele Partner im Gleichklang

Die Idee stammt vom Fachbeirat Volkskulturen im Salzburger Landeskulturbeirat und wird an Salzburgs Schulen mit dem Landesschulrat, dem Musikum Salzburg, dem Chorverband Salzburg, den Salzburger Europäischen Mozartwegen, der Pädagogischen Hochschule, dem Land Salzburg und "Salzburg 20.16" umgesetzt. LK_180626_20 (kg/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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