Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr

Feuerwehr Straßwalchen feiert 150-jähriges Jubiläum / 230 aktive Mitglieder im Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.07.2018
 

(LK)  Auf Knopfdruck, rund um die Uhr, an 365 Tage im Jahr einsatzbereit: Das ist die Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen. "Die Freiwillige Feuerwehr ist aus dem Ortsgeschehen nicht wegzudenken, sei es um Hilfe in Notsituationen leisten zu können und für den Nächsten da zu sein", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer beim Jubiläumswochenende. Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Landesrat Josef Schwaiger stellen sich ebenfalls als Gratulanten ein.

Die Feuerwehr Straßwalchen wurde genau vor 150 Jahren gegründet und ist die drittälteste Feuerwehr im Land Salzburg - nur die Feuerwehren der Landeshauptstadt und von Oberndorf sind älter. Sie umfasst neben der Hauptwache im Ort weitere fünf Löschzüge und verfügt über 230 aktive Mitglieder und zwölf Einsatzfahrzeuge.

Kameradschaft leben

„Die Kameradschaft steht bei uns an oberster Stelle und diese wollen wir – so wie es unsere Vorgänger gemacht haben - auch  künftig leben und weitertragen: Ebenso wollen wir für eine ordentliche Ausrüstung am modernsten Stand der Technik Sorge tragen“, so Ortsfeuerwehrkommandant Martin Beitschek. "Feuerwehrler zu sein, das ist oft kein Freizeitvergnügen. Die persönliche Entscheidung für die Feuerwehr da zu sein, erfordert einen charakterlich gefestigten und für den Einsatzfall bestens vorbereiteten Menschen", ist Landeshauptmann Wilfried Haslauer überzeugt. Die dankenswerte Bereitschaft so vieler, sich in den uneigennützigen Dienst der Gesellschaft zu stellen, kann nicht hoch genug gewürdigt und bedankt werden."

Aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Straßwalchen

  • Die Gemeinde Straßwalchen wurde immer wieder von verheerenden Bränden heimgesucht. Schon 1540 wurde der gesamte Markt ein Raub der Flammen; im Jahr 1857 sah man angeblich den Feuerschein sogar noch in Linz
  • 1867 Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Straßwalchen
  • 1868 wurde eine Knaust-Handdruckspritze und 1872 eine Hydrophormaschine angekauft. Ebenso mussten Schläuche, Leitern und verschiedenes Löschwerkzeug beschafft werden, das zum größten Teil durch großzügige Spenden der Bewohner finanziert wurde. Eine Spritzenhütte (Feuerwehrhaus) war bereits im Jahr der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr vorhanden
  • Auch Kaiser Franz Josef I ließ der Feuerwehr eine Spende von 200 Gulden zum Ankauf der Feuerspritze zukommen
  • 1887 war die Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen bereits über 100 Mann stark
  • Heute ist die Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen mit ihren fünf Löschzügen auf dem neuesten technischen Stand; dennoch stellen Unfälle im neuen Umfahrungstunnel immer wieder große Herausforderungen für die Einsatzkräfte dar

Fakten zu den Freiwilligen Feuerwehren in Salzburg

Derzeit 16.827 Mitglieder – davon mehr als 10.100 aktive "Feuerwehrler", dazu noch 1.200 junge Burschen und Mädchen der Feuerwehrjugend - mit 1,2 Millionen freiwillig geleisteten Einsatzstunden im Jahresschnitt.

Einsatzstatistik des Landesfeuerwehrkommandos:

  • 1.848 Brandeinsätze
  • 11.500 technische Einsätze
  • Mehr als 14.000 Ausrückungen jährlich (Fehlalarme und Teilnahme an Festveranstaltungen nicht eingeschlossen) 180706_11 (ram/jus)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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