Bedrohliche Pflanzenarten und wie man sie beseitigt

Hutter: Neu aufgelegte Broschüre informiert über richtigen Umgang mit Neophyten / Kostenlos herunterladen unter www.salzburg.gv.at/Neophyten2018.pdf

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.07.2018
 

(LK)  Ihr Name klingt bedrohlich, und sie sind es auch – Neophyten gehören zu den sogenannten invasiven Pflanzenarten, sie breiten sich unkontrolliert in der Natur aus und bedrohen die heimische Pflanzenwelt, aber auch den Menschen. Sie zu entfernen, ist meist ein großer Aufwand und gefährlich. Eine neu aufgelegte Broschüre des Landes klärt auf, wie man damit umgeht.

Die Broschüre "Neophyten – Merkmale, Probleme, Maßnahmen" informiert, welche Arten von Neophyten es gibt, wieso einige dieser Arten eine Gefahr für Natur und Mensch darstellen und was man dagegen tun kann. In neuer Auflage steht das Heft zum kostenlosen Herunterladen unter www.salzburg.gv.at/Neophyten2018.pdf zur Verfügung. Neophyten wurden hauptsächlich als Bienenweide, Zierstaude oder Sichtschutz nach Europa gebracht, wo sie sich nun sehr stark vermehren.

Beseitigung von Neophyten gestartet

Vor wenigen Tagen wurde in Koppl am Rand der Gruberfeldsiedlung eine beträchtliche Menge an Riesen-Bärenklau, eine Neophyten-Art, entfernt. Hier ist die problematische Pflanzenart beispielsweise durch achtlos aus einem Garten deponierte Abfälle in die freie Natur gelangt.

"Die gründliche und für alle freiwilligen Helferinnen und Helfer anstrengende Maßnahme war hier dringend notwendig. Die Fläche befindet sich nur wenige Meter neben einem Spielplatz", erklärte Naturschutzlandesrätin Maria Hutter dazu. "Sieben ehrenamtliche Mitglieder der Salzburger Berg- und Naturwacht beseitigten gemeinsam mit fünf Mitgliedern der Österreichischen Bundesforste mit spezieller Schutzkleidung dieses Vorkommen." Hutter bedankte sich bei Berg- und Naturwacht sowie bei den Österreichischen Bundesforsten für den nicht ungefährlichen und schweißtreibenden Einsatz.

Beseitigung nur durch geschultes Personal

Der aus dem Westkaukasus stammende Riesen-Bärenklau wird wegen seiner Wuchskraft und der Größe seiner Blütenstände, die Höhen bis deutlich über drei Meter erreichen, auch Herkulesstaude genannt. Die Beseitigung sollte nur durch geschultes Personal und mit geeigneter Schutzkleidung erfolgen. Die Pflanze ist nicht ohne Grund nach dem unbesiegbaren griechischen Helden benannt. Der Saft des Riesen-Bärenklaus enthält giftige Inhaltsstoffe. Diese verursachen bei Berührung und Sonneneinstrahlung schwere Hautentzündungen und Verbrennungen.

Haut, Augen und Atemorgane schützen

Neben der Haut müssen auch die Augen und die Atemorgane geschützt werden. Denn bei der Entfernung brechen oft Teile der Pflanze ab. Auch die feinen Härchen des Bärenklaus können eingeatmet werden. An heißen Tagen werden zudem Stoffe von der Herkulesstaude an die Umgebung abgegeben. Dadurch können Atemnot oder akute Bronchitis auftreten. LK_180712_140 (grs/sab)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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