Freizeit-Hotspot Prebersee soll entschärft werden

Schwaiger: Pilotprojekt zur Besucherlenkung

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.07.2018
 

(LK) Immer mehr sind es, Einheimische wie Touristen, die mit ihren eigenen Autos zu den Salzburger "Erholungsplatzerln" fahren. Ein Beispiel: der "Freizeit-Hotspot" Prebersee. An Spitzentagen drängen dort bis zu 1.000 Personen in das Gebiet, das beeinträchtigt den Lebensraum für Pflanzen und Tiere. "Wir starten hier mit einem Pilotprojekt für eine nachhaltige Entwicklung im Biosphärenpark Salzburger Lungau", so Landesrat Josef Schwaiger.

Es ist oft ein schmerzhafter Spagat zwischen der Bewahrung von Natur- und Landschaftsschätzen und deren Genuss als Erholungsgebiet. Vor allem wenn die Besucherzahl das vernünftige Maß übersteigt. Ein Pilotprojekt am Prebersee soll nun zum Beispiel für ökologisch sensible Regionen und Ausflugsziele in ganz Salzburg werden. "Wir starten in den kommenden Wochen ein Projekt - unter Einbindung aller Beteiligten. Bewohnerinnen und Bewohnern aber auch Gäste und Interessensvertreter werden mitarbeiten. Es geht nur gemeinsam", versichert Landesrat Josef Schwaiger.

Auch hier gilt: "Respektiere deine Grenzen"

Der Ist-Zustand wird erhoben, dann Strategien entwickelt, wie der Schutz des Lungauer Juwels und dessen "Massen-Bestaunung" einhergehen können. Es soll aber nicht der berühmt berüchtigte erhobene Zeigefinger am Paradies Prebersee zum Einsatz kommen. "Wir setzen auf Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung sowie auf einen partizipativen Prozess", ergänzt Kristin Hauser, Projektmanagerin vom UNESCO Biosphärenpark Salzburger Lungau. Auch die Ferienregion und "Respektiere Deine Grenzen" bringen sich mit den bereits erarbeiteten Grundlagen zur Besucherlenkung ein. "Mit 'Respektiere Deine Grenzen' haben wir umfangreiche Erfahrungen zum Miteinander von Wildtieren und Menschen, vor allem in stark frequentierten Erholungsgebieten, gesammelt. Ich bin mir sicher, dass wir mit diesem Wissen zu einer respektvollen Nutzung der Natur, die hier das Wohnzimmer der Wildtiere ist, beitragen", betont Landesrat Schwaiger.

Nur die intakte Natur sichert den Tourismus

"Voraussetzungen für einen erfolgreichen Tourismus sind intakte Natur- und Kulturlandschaften. Das sind Eigenschaften, die den Biosphärenpark auszeichnen. Um dies zukünftig zu gewährleisten, gilt es bereits heute in einem guten Miteinander die Weichen für Morgen zu stellen", unterstreicht Madeleine Pritz, Geschäftsführerin der Ferienregion Lungau.

Projekt mit Beispielwirkung

"Das Bewusstsein für den Schutz der sensiblen ökologischen Gebiete zu schärfen, ist für uns das Wichtigste. Es geht um ein gutes Miteinander von Mensch und Wildtieren", ergänzt Hubert Stock, Leiter von "Respektiere deine Grenzen". Wird das Projekt am Prebersee ein Erfolg, kann es in weiterer Folge auch zum Beispiel Maßnahmen für das Riedingtal und Weißpriach geben. Und auch andere Regionen in Salzburg stöhnen unter dem Besucherandrang. Sie könnten ebenfalls auf die gewonnenen Erkenntnisse und Maßnahmen zurückgreifen. LK_180718_10 (ram/mel)

Medienrückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum

Das Land Salzburg auf Facebook, YouTube und Twitter.