Neuer Experte für Katastrophenfälle im Pinzgau

Manfred Pongruber folgt Hannes Schernthaner / Einsatzstab ebenfalls neu / Interview mit dem Mann für Krisensituationen

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.07.2018
 

(LK)  Felsstürze, Hochwasser, Waldbrände, Lawinenabgänge mit Verschütteten – alles Szenarien, die in einem Gebirgsland wie Salzburg vorkommen. Für das Einsatz-Management bei solchen Großschadensereignissen sind Fachleute notwendig. Im Pinzgau gibt es nun dafür mit Manfred Pongruber offiziell einen Neuen. Neu ist auch der behördliche Einsatzstab für den Bezirk.

Im Krisenfall koordiniert dieses Gremium aus 18 Experten der Bezirkshauptmannschaft Zell am See die erforderlichen Maßnahmen und unterstützt den Katastrophenschutzreferenten bei seiner Arbeit. Heute gab es ein erstes Treffen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Pinzgauer Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie Partnern von Bundes- und Landesdienststellen.

     Reibungslose Zusammenarbeit

"Durch die Neustrukturierung des Katastrophen-Stabes ist sichergestellt, dass bei uns im Pinzgau weiterhin die Einsätze bei gefährlichen Situationen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten bestmöglich und reibungslos funktionieren", ist Bezirkshauptmann Gratz überzeugt. Der Wechsel an der Spitze war notwendig, da Hannes Schernthaner berufsbedingt bis auf weiteres für diese Funktion nicht zur Verfügung steht.

     Studierter Forstwirt als Katastrophenmanager

Manfred Pongruber sorgt nun künftig also dafür, dass die Zusammenarbeit aller, die helfen, bergen und retten auch klappt. Der neue Katastrophenschutzreferent ist gebürtiger Mittersiller, studierter Forstwirt und seit 2011 in der Bezirkshauptmannschaft als Bezirksforstinspektor tätig. Das Landes-Medienzentrum (LMZ) fragte bei ihm nach, was ein Katastrophenschutzreferent können muss.

LMZ: Welche Ausbildung ist dafür notwendig?

Pongruber: Neben den internen Aus- und Weiterbildungen, die gemeinsam von Land und Einsatzorganisationen organisiert werden, sind Kenntnisse von Management und Organisation erforderlich. Eine technische oder juristische Grundausbildung ist sicher von Vorteil.

LMZ: Wie viele Einsätze gibt es im Bezirk pro Jahr?

Pongruber: Die Anzahl von größeren Einsätzen liegt hier im Pinzgau im Durchschnitt zwischen zehn und 20. Diese können allerdings auch mehrere Tage bis Wochen dauern.

LMZ: Neben dem Ernstfall gibt es auch die tägliche Routinearbeit. Was steht da an?

Pongruber: Es geht um die Nachbereitung der Einsätze, die Abrechnung sowie Kontrolle der gesetzten Maßnahmen. Schulungen, Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie die Mitarbeit in diversen Gremien gehören hier ebenfalls dazu.

LMZ: Und was macht der neue Pinzgauer Katastrophenschutzreferent in seiner Freizeit?

Pongruber: Ich bin Obmann der Bürgermusik Mittersill und sonst gerne in den Bergen unterwegs. Zur Zeit spielt aber mein Sohn Valentin die Hauptrolle im Privatleben. LK_180719_20 (kg/mel)

Medienrückfragen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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