Digitaler Wärmeatlas hilft bei Entscheidung über richtige Art der Versorgung

Schellhorn: Projekt "Räumliche Energieplanung" bringt Führungsrolle Salzburgs bei großem Zukunftsthema

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.07.2018
 

(LK)  Wärmepumpe oder Solaranlage? Gas oder Pellets? Biomasse, Brennstoffzelle oder Erdwärme? Oder alles kombiniert? Die Möglichkeiten, wie man seinen Wohnraum beheizt, sind so vielfältig wie noch nie. Für Häuslbauer und Investoren ist das eine echte Herausforderung, den Überblick zu behalten. Genau diesem Problem widmet sich ein aktuelles Projekt aus Salzburg.

Es nennt sich "Räumliche Energieplanung für die Wärmewende" und ist eines von nur 20 in ganz Österreich, das sich im Ausschreiben "Vorzeigeregion Energie" durchgesetzt hat und nun gefördert wird.

Bei den großen Zukunftsthemen in der Führungsrolle

"Jede Institution, die in Österreich mit Energie zu tun hat, hat sich beworben. Die Teilnahme in einem der Projekte ist ein großartiger Erfolg. Durch die Leitung hat Salzburg die Führungsrolle bei einem der großen Zukunftsthemen inne", betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. Beteiligt sind neben dem Land Salzburg auch die Landeshauptstadt sowie die Gemeinden Bergheim, Grödig, Zell am See und Bruck an der Großglocknerstraße.

Der digitale Wärmeatlas

In dem Projekt geht es darum, die Infrastruktur in der Wärmeversorgung je nach örtlichen Gegebenheiten optimal zu entwickeln. Mit berücksichtigt werden die Potenziale von erneuerbarer Energie und die modernsten Technologien. "Ergebnis ist also eine Art digitaler Wärmeatlas. Dieser liefert dann die Daten für die Planung und den Bau von Versorgungsinfrastruktur, sei es für ein Einfamilienhaus oder ein Kraftwerk. Immobilien-Investoren und Häuslbauer bekommen also detaillierte Informationen darüber, welches Wärmeversorgungssystem auf genau ihrem Grundstück das geeignetste ist", erklärt Alexander Rehbogen vom Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR).

Langfristige Planung und Investitionssicherheit

Rudolf Krugluger, Leiter des Referats für Energiewirtschaft und -beratung des Landes, weist darauf hin, dass hier die richtige Entscheidung auch Auswirkungen auf die gesamte Energieinfrastruktur des Landes, auf die Versorgungs- und Investitionssicherheit hat und Energienetze langfristig geplant werden müssen: "Der Wärmeatlas kann uns dabei wesentlich unterstützen."

Schlaue Wärmeplanung

Unter Leitung des SIR werden das heimische Forschungsinstitut RSA iSPACE, die Technischen Universitäten Wien und Graz sowie AEE Intec die technischen Instrumente zur smarten Wärmeplanung entwickeln. Die Bundesländer Wien und Steiermark haben sich dem Projekt ebenfalls angeschlossen und sind mit teilnehmenden Gemeinden dabei.

Aus Salzburg kommen sogar zwei siegreiche Projekte

Noch ein zweites Projekt aus Salzburg schaffte es unter die 20 geförderten: "Thermaflex" beschäftigt sich mit der Flexibilisierung des Wärmemarktes und mit groß dimensionierten nachhaltigen Erzeugungsanlagen. Es ist ein Projekt des SIR im Auftrag von Stadt und Land Salzburg und der Salzburg AG.

Die beiden Salzburger Projekte sind somit im österreichweiten Leuchtturmprogramm "Vorzeigeregion Energie" dabei und haben Zugriff auf einen Teil der mehr als 30 Millionen Euro, die der Bund und der Klima- und Energiefonds zur Verfügung stellt. Ein weiterer Baustein der Klima- und Energiestrategie des Landes, die Salzburg bis 2050 klimaneutral und energieautonom machen soll. "Die Energiewende funktioniert nur, wenn sie bei allen ankommt. Das Land hat bereits heute fortschrittliche Gesetze und Förderungen. Wichtig ist es, nicht primär durch Verbote zu agieren, sondern zu informieren, zu fördern und möglich zu machen", so Energiereferent Schellhorn. LK_180726_51 (grs/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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