Der Schlüssel zur Integration

Klambauer: Zukunftsperspektiven und bessere Berufschancen mit Bildungsprogramm Minerva / 330 Absolventen in zehn Jahren

Salzburger Landeskorrespondenz, 31.07.2018
 

(HP)  14 Frauen und 19 Männer aus acht Nationen nahmen heute ihre Zeugnisse und Sprachzertifikate des SOS-Kinderdorf Bildungsprogramms "Minerva" in Empfang. Dabei lernten die jungen Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur die deutsche Sprache, sondern in nur einem Jahr auch das Grundwissen für Weiterbildung oder was für den Einstieg in den Arbeitsmarkt erforderlich ist. Auf dem Stundenplan standen also Deutsch, Mathematik, Geschichte, Geografie, Biologie, Englisch sowie Informations- und Kommunikationstechnologie.

"Durch den Bildungsabschluss eröffnen sich für die jungen Frauen und Männer neue Zukunftsperspektiven und bessere Berufschancen", betonte Landesrätin Andrea Klambauer bei der Zeugnisverteilung in Salzburg und verwies auf die Bedeutung dieser Maßnahme für eine erfolgreiche Integration.

Teils weite Wege, um teilnehmen zu können

Projektleiterin Waltraud Krassnig zeigt sich erfreut über den Ehrgeiz ihrer Schülerinnen und Schüler: "Die Anwesenheitsquote von durchschnittlich 92,6 Prozent zeigt auch heuer deutlich, wie engagiert und fleißig die jungen Menschen diese Chance auf Bildung und eine positive Zukunft nutzen." Zum Beispiel Aden, der täglich fast 60 Kilometer von Pfarrwerfen nach Salzburg fährt und die "Minerva"-Bibliothek schon fast durchgelesen hat.

Engagement und konkrete Zukunftspläne

Für viele hat sich der Fleiß schon gelohnt: Rulan und Rony, zwei junge Männer aus Syrien, haben nach ihrem erfolgreichen "Minerva"-Abschluss die HTL in Salzburg besucht. Hevy, die mit gerade einmal 16 Jahren aus Syrien geflüchtet ist, arbeitet inzwischen als gelernte pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin in einer Apotheke im Flachgau. Auch die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen haben bereits fixe Zukunftspläne. Ruaa träumt ebenfalls von einer Lehrstelle in einer Apotheke. Die 16-jährige Hana aus dem Iran besucht ab Herbst das Bundesoberstufenrealgymnasium in Salzburg-Nonntal. Norshan, Masumeh und Hassan streben einen externen Pflichtschulabschluss an.

Hassan: "Ich lerne viel über Österreich"

"Ich mag 'Minerva', weil ich sehr gut Deutsch lerne und sehr viel über Österreich. Die Lehrerinnen sind auch sehr nett", sagt beispielsweise Hassan, einer der Schüler. Und Absolventin Hana sagt über Minerva: "Ich habe gelernt, mir ist viel gelungen, und ich hatte gute Tage dort."

Kostenlose Basisbildung

Die Basisbildung ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos und wird vom Land Salzburg, vom Europäischen Sozialfonds und dem Bund gefördert. "Minerva" geht aber darüber hinaus: In Workshops, Exkursionen und fächerübergreifendem Unterricht lernen die jungen Menschen die Kultur und Gesellschaft Österreichs kennen.

In zehn Jahren mehr als 300 Schritte in eine selbstbestimmte Zukunft

Seit nunmehr zehn Jahren gehen junge Menschen mit Migrationshintergrund durch das Bildungsprogramm "Minerva" und machen dabei einen großen Schritt in Richtung Integration und selbstbestimmte Zukunft. Rund 330 Jugendliche konnten sich seit 2008 einen der begehrten Ausbildungsplätze sichern. LK_180731_51 (grs/mel)

Medienrückfragen: Melanie Reinhardt, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4910, Mobil: +43 664 5405895, E-Mail: melanie.reinhardt@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum

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