Mehr Ärzte und fünf Zentren für Primärversorgung

Land und GKK präsentierten Regionalen Strukturplan Gesundheit

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.08.2018
 

(HP)  Salzburg wird sich bis 2025 stark verändern. Die Bevölkerungszahl wird steigen, das Durchschnittsalter ebenfalls. Auf dieser Basis präsentierten Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und die Salzburger Gebietskrankenkasse (GKK) heute Maßnahmen für eine flächendeckende, regional ausgewogene Gesundheitsversorgung, die den Bedarf der Salzburgerinnen und Salzburger auch in Zukunft deckt. Abgebildet sind diese Vorhaben im Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) für den niedergelassenen Bereich.

Konkret werden das Land Salzburg und die GKK den Bereich der Allgemeinmedizin mit 15 neuen Stellen ausbauen und damit neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Das wird im Sinne des Primärversorgungsgesetzes in Form von Primärversorgungseinrichtungen erfolgen, wie es sie im Bundesland Salzburg bis dato noch nicht gibt. Fünf solcher Zentren sind geplant, drei in der Versorgungsregion Nord - Salzburg Stadt, Flachgau, Tennengau -, die bis 2025 am stärksten wachsen wird. Zwei weitere sind in der Versorgungsregion Süd vorgesehen. Zusätzlich wird das Facharzt-Angebot ausgebaut und die Zusammenarbeit zwischen Spitälern und dem niedergelassenen Bereich optimal abgestimmt.

Kurze Wartezeiten und Behandlungswege

Primärversorgungseinrichtungen bündeln Versorgungsleistungen möglichst an einem Ort und bieten viele Vorteile wie kurze Wartezeiten und Behandlungswege für Patientinnen und Patienten, lange Öffnungszeiten und koordinierte Angebote durch die Integration anderer Gesundheitsberufe. Somit werden die Spitalsambulanzen weiter entlastet und der Druck auf die ambulante Facharztversorgung reduziert. Das Konzept von Primärversorgungseinrichtungen ist außerdem ein Arbeitsorganisationsmodell der Zukunft für junge Ärztinnen und Ärzte.

Bedarfsorientiertes fachärztliches Angebot

Österreichweit hat Salzburg nach Wien das zweitdichteste fachärztliche Versorgungsnetz. Dennoch ist in einigen Bereichen ein Ausbau notwendig, um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden. Ein wachsender Bedarf ist in der Inneren Medizin zu erwarten. Diesem wird mit zwei neuen Stellen entsprochen. Zusätzlich ist je eine neue Facharztstelle in der Augenheilkunde, in der Neurologie sowie in der Kinder- und Jugendheilkunde geplant. Die psychiatrische Versorgung wird außerdem in den ländlichen Regionen weiter ausgebaut.

Ausbau Ambulanzen und verstärkte Zusammenarbeit

Eine Schlüsselrolle in der integrierten regionalen Versorgung spielt die Kooperation von Spitälern mit dem niedergelassenen Bereich sowie mit anderen Gesundheitsberufen. Die gemeinsame Nutzung bestehender Ressourcen und die Vermeidung paralleler Angebote sind wesentliche Faktoren einer effizienten, zukunftsorientierten Versorgung.

Stöckl: Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe stärken

Für Gesundheitsreferent Stöckl ist der Regionale Strukturplan Gesundheit für den niedergelassenen Bereich der Maßstab für die in allen Regionen Salzburgs notwendigen Veränderungen und Anpassungen in der Gesundheitsversorgung. "Die klare Handlungsempfehlung liegt in der umfassenden Grundversorgung durch Allgemeinmediziner in Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen in guter zeitlicher Verfügbarkeit und Wohnortnähe. Dadurch wird auch die Allgemeinmedizin gestärkt und es werden neue Formen der Zusammenarbeit wie etwa Gruppenpraxen ermöglicht. Ziel ist es, die Primärversorgung zu stärken und die Spitalsambulanzen nach dem Prinzip 'ambulant statt stationär' zu entlasten. Durch die exakte Planung und die engere Zusammenarbeit zwischen unseren Krankenhäusern und dem niedergelassenen Bereich wird eine bessere Abstimmung erreicht und umgesetzt."

Als großen Pluspunkt bezeichnete Stöckl es auch, dass in Zukunft die langwierigen und immer wieder bekämpften Bedarfsprüfungsverfahren für Ambulatorien hinfällig werden, da auch dieser Bereich im RSG geregelt ist. LK_180802 (sab/grs)

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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