Kühlende Tipps für die anhaltende Hitze

Donnerstag könnte bisher heißeste Tag werden / Temperaturen seit zwei Wochen über dem langjährigen Mittel

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.08.2018
 

(LK) Knapp 35 Grad am vergangenen Mittwoch bei der Mess-Stelle in Salzburg-Freisaal, seit zwei Wochen Temperaturen über dem langjährigen Mittelwert, einer der 15 wärmsten Monate der 252-jährigen Messgeschichte: Der Juli 2018 bricht zwar keine Rekorde, die Sommerhitze hat aber durchaus ihre Schattenseiten und birgt Gesundheitsrisiken, vor allem für ältere Menschen, chronisch Kranke und auch Kleinkinder.

„Es gibt grundlegende Empfehlungen, wie man sich bei solchen Verhältnissen verhalten sollte. Man sollte einige Tipps beachten, um der Überhitzung des Körpers und deren unangenehmen Folgen rechtzeitig vorzubeugen“, betonen Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Landessanitätsdirektorin Heidelinde Neumann.

Tipps für die heißen Tage

  • Hitze meiden und anstrengende Tätigkeiten während kühlerer Tageszeiten durchführen.
  • Helle, weite Bekleidung sowie einen Hut tragen, um den Kopf kühl zu halten und vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
  • Mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag trinken. Als Durstlöscher sind stilles oder kohlensäurearmes Mineralwasser, aber auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte gut geeignet. Eiskalte und stark gezuckerte Getränke sowie Alkohol und koffeinhaltige Getränke sollten gemieden werden.
  • Leichte Kost mit möglichst hohem Wassergehalt in mehreren kleineren Portionen belastet den Kreislauf weniger, zum Beispiel Obst, Gemüse, Salate, Milchprodukte, Fisch, mageres Fleisch. Fette oder süße Speisen sind zu vermeiden.
  • Kalte Wickel, kühle Duschen, Eintauchen der Unterarme in kaltes Wasser oder ein Fußbad kühlen den Körper angenehm.
  • Die Wohnräume sollten bevorzugt zu den kühleren Tageszeiten (Nacht, frühe Morgenstunden) gelüftet werden.
  • Räume mit Gaskombithermen oder Gasdurchlauferhitzern müssen ständig großzügig belüftet werden (zum Beispiel durch offene Fenster), weil es bei hohen Außentemperaturen zu Abzugsstörungen der Abgase kommen kann.
  • Für das Auto sind Schattenparkplätze zu bevorzugen, Sonnenrollos oder Schutzblenden sollten verwendet werden. Ein parkendes Auto wird bei binnen weniger Minuten zum gefährlichen Backofen! Beim Fahren sollte man das Gebläse auf Durchlüftung stellen oder die Klima-Anlage verwenden, aber nicht zu stark abkühlen, sonst belastet das Aussteigen den Kreislauf. Trinkpausen sind wichtig bei längeren Autofahrten.

Empfehlungen für Angehörige von alleinlebenden älteren Personen

  • Tägliche Telefonate oder Besuche für den Bedarfsfall organisieren.
  • Betreuungsmöglichkeiten durch Hilfsdienste abklären.
  • Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken sicherstellen.
  • Telefonlisten mit Ansprechpersonen zum Telefon legen.
  • Medikamentenlisten (in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin) zur Dokumentation für Einsatzkräfte für den Notfall bereitlegen.

Schon fünf außergewöhnlich warme Monate

Der Juli ist heuer schon der fünfte Monat, der außergewöhnlich warm ausfällt: Drittwärmster Jänner der Messgeschichte, Februar und März deutlich zu kühl, zweitwärmster April, viertwärmste Mai, einer der zehn wärmsten Juni-Monate und einer der 15 wärmsten Juli-Monate der Messgeschichte, so die Bilanz von Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Am Donnerstag werden 35 Grad erwartet

Die Temperaturen liegen in Salzburg seit 24. Juli über dem langjährigen Mittelwert. „Der heißeste Tag war bisher am vergangenen Mittwoch, 1. August, mit 34,8 Grad Celsius, gemessen in Freisaal“, weiß Claudia Riedel von der ZAMG in Salzburg. Die nächsten Tage bis zum Durchzug einer markanten Kaltfront am Freitag und damit einer Abkühlung um rund zehn Grad werden noch heiß. Der bisherige Höchstwert könnte noch getoppt werden: „Derzeit gehen wir davon aus, dass es am Donnerstag 35 Grad geben wird. Vom Rekordwert von 38,6 Grad, gemessen am 28. Juli 2013, sind wir aber noch um Einiges entfernt“, so die Wetterexpertin.

Hitzewellen länger und öfter

Eine Auswertung der ZAMG zeigt übrigens, dass die durchschnittliche Dauer einer Hitzewelle in den Landeshauptstädten in den vergangenen Jahrzehnten um rund zwei Tage zugenommen hat. Außerdem kommen Hitzewellen mittlerweile um mehr als 50 Prozent öfter vor als früher. Die dabei verwendeten Daten reichen teilweise bis in die 1870er-Jahre zurück. LK_180806_20 (kg/jus)

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.