Mariapfarr ist dritte „Basilica minor“ in der Erzdiözese

Haslauer bei Feier zur Erhebung der größten Pfarrkirche Salzburgs

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.08.2018
 

(LK)  Papst Franziskus hat die Kirche von Mariapfarr zur „Basilica minor“ erhoben. Heute wurde offiziell in der Mutterpfarre des Lungaus gefeiert. „Der Lungau, insbesondere Mariapfarr, erlangt dadurch höheres Ansehen in Europa, in Österreich und auf der ganzen Welt. Unsere Basilika ragt aus der Menge heraus, sie ist der Mittelpunkt des religiösen Lebens und eine Glanzstätte der Entfaltung katholischer Liturgie“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Erhebungsfeier.

Basilica minor ist seit dem 18. Jahrhundert ein besonderer Ehrentitel, den der Papst einem bedeutenden Kirchengebäude verleiht. Weltweit gibt es rund 1.800 Basiliken die den Titel basilica minor tragen. In unserem Bundesland gab es mit Maria Plain bisher nur eine Basilica minor, im Tiroler Anteil der Erzdiözese trägt auch die Kirche von Mariathal bei Kramsach diesen Titel.

Wallfahrtkirche mit Platz für Glauben und Gläubige

Mariapfarr war früher ein bedeutender Wallfahrtsort. Die heutige Kirche wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Die neue „Basilica minor“ bietet in drei Kirchenschiffen etwa 900 Sitzplätze und ist damit die größte Pfarrkirche des Landes. Sie wurde 2016 umfassend renoviert.

Bindung zum Heiligen Vater gestärkt

„Bei meinem Besuch beim Heiligen Vater im März dieses Jahres hatte ich auch die Gelegenheit, das Thema zu besprechen“, so Haslauer. Einen Monat später folgte das entsprechende Dekret des Papstes: „Die Verleihung bezweckt die Stärkung der Bindung der einzelnen Kirchen an den römischen Bischof und soll die Bedeutung dieser Kirche für das Umland hervorheben“, sagte der Landeshauptmann. Mit dem Titel sind gewisse Forderungen verbunden. So muss die personelle und bauliche Ausstattung für eine vorbildliche Feier der erneuerten Liturgie und für häufigen Predigt- und Beichtdienst sichergestellt sein. An der Basilika sind die Insignien des Papstes anzubringen und die päpstlichen Feste sind feierlich zu begehen. In der religiösen Bildungsarbeit sind die römischen Verlautbarungen zu studieren und zu verbreiten. LK_180815_61 (sm/jus)

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