Auch Helden müssen auf ihre Gesundheit achten

Stöckl und Kowatsch präsentierten Ergebnisse der Männergesundheits-Aktion „Helden.Check“ / Zwei Drittel der Männer sind relativ gesund

Salzburger Landeskorrespondenz, 29.08.2018
 

(LK) Die positive Nachricht zuerst: Zwei Drittel der Männer fühlen sich gesund. Fast alle, nämlich 94 Prozent, sind mit ihrem Beruf und Berufsumfeld zufrieden. Zudem zeigt sich ein steigendes Bewusstsein für gesunde Ernährung im Berufsalltag. Aber: Rund ein Drittel der Untersuchten ist schwer übergewichtig oder weist Auffälligkeiten außerhalb der medizinischen Norm auf. Diese Ergebnisse der Aktion „Helden.Check“ präsentierten heute Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Peter Kowatsch, Vorsorgereferent der Ärztekammer Salzburg.

Die Initiative „Salzburger Männergesundheit“ ging im November 2017 mit der Aktion „Helden.Check“ in die fünfte Runde. Ziel der Kampagne ist, das Gesundheitsbewusstsein bei Männern zu fördern und durch ein einfach zugängliches Gesundheits-Screening Risiken rechtzeitig zu erkennen. Bei der Aktion wurden seither 965 Männer in 14 Unternehmen untersucht. Ein Erfolg: Dadurch konnten Erkrankungen frühzeitig erkannt und schwere Verläufe rechtzeitig verhindert werden.

     Männer sind nach wie vor Vorsorgemuffel

Nur rund jeder 20. Mann nimmt die kostenlosen jährlichen Vorsorgeuntersuchungen der Krankenkassen und die Möglichkeiten zur Krebs-Früherkennung wahr. Die Statistiken zeigen, dass Viele eher sorglos mit ihrer Gesundheit umgehen. Stress und intensive alltägliche Belastung in der Arbeit, Leistungsdruck in der Freizeit und zu wenig Schlaf gelten in der Männerwelt als normal. Der Preis dafür muss sehr oft in späteren Lebensjahren bezahlt werden. Deshalb setzt der „Helden.Check“ bei der Bewusstseinsbildung und Prävention an. Die Initiative geht direkt auf die Männer zu und bietet diesen eine unkomplizierte Möglichkeit, ohne großen Zeit- und Mobilitätsaufwand einen wichtigen Beitrag für ihre eigene Gesundheit zu leisten.

     Krankheiten werden oft zu spät erkannt

Gesundheitsreferent Stöckl erklärt: „Vorsorge und Prävention sind ein Ziel meiner Gesundheitspolitik. Dabei müssen auf der Basis von neuesten Erkenntnissen aus der Forschung und dem ständigen Fortschritt in der Medizin entsprechende Maßnahmen möglichst früh beginnen. Mit dem ‚Helden.Check‘ haben wir uns bewusst an die Männer gewendet. Denn diese schätzen ihre Gesundheit oft besser ein, als sie tatsächlich ist und neigen dazu, Symptome zu verharmlosen oder überhaupt zu ignorieren. Dadurch werden Krankheiten oftmals zu spät erkannt.“

     Auffällige Werte bei jedem fünften Mann

Bei rund 20 Prozent der Teilnehmenden wurden auffällige Werte sowohl im Laborbefund wie auch im Gesundheitsfragebogen festgestellt. In einigen Fällen waren diese besonders auffällig und wiesen auf ernsthafte Erkrankungen hin. So konnten frühzeitig potenziell schwere Verläufe erkannt werden.

„Die Männer bekamen die anonyme Auswertung nach Hause geschickt. Bei auffälligen Ergebnissen haben wir auf eine weitere Behandlung beim Hausarzt oder der Hausärztin verwiesen. Wir sind überzeugt, dass diese Chance der Früherkennung genützt wird und so rechtzeitig Behandlungen aufgenommen werden können“, so Vorsorgemediziner Kowatsch. LK_180829_52 (grs/kg)

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.