Erhalt der Sonderschulen abgesichert

Hutter: Durch zus√§tzliche Unterst√ľtzung des Landes haben Eltern weiterhin Wahlfreiheit

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.09.2018
 

(LK) Die Unterstützung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist ein wichtiger Schwerpunkt im kommenden Schuljahr. „Assistenzpersonal und zusätzliche Sonderpädagogen ermöglichen Schülerinnen und Schülern, die besondere Unterstützung benötigen, die Teilnahme am Unterricht. Mit mehr als einer Million Euro stellt das Land die zusätzliche Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen sicher“, betont Bildungslandesrätin Maria Hutter. Eltern können somit entscheiden, ob ihr Kind integrativ oder in einer Sonderschule unterrichtet wird.

Sowohl die Salzburger Landesregierung als auch die Bundesregierung bekennen sich zum Erhalt der sonderpädagogischen Schulen und Betreuungsformen und sind für ein abgestimmtes Miteinander von Inklusion und Sonderschulen. Zwei Drittel der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden derzeit in einer Volks-, Neuen Mittelschule oder Polytechnischen Schule integrativ unterrichtet, das heißt, sie besuchen eine Klasse gemeinsam mit Kindern ohne Förderbedarf und erhalten im Unterricht Unterstützung durch speziell ausgebildete Lehrer. Dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.

Land springt finanziell ein

„Dennoch entscheidet sich ein Drittel der Eltern bewusst für die Sonderschule, weil dort für sie die beste Betreuung für ihre Kinder gewährleistet ist", so Hutter. Sie betont, dass der Bund aufgrund einer entsprechenden Regelung im Finanzausgleich zu wenig Sonderpädagogen zur Verfügung stellt. „Dafür springt das Bildungsressort des Landes allein im nun beginnenden Schuljahr mit einer Million Euro ein“, informiert die Landesrätin.

Neuer Fachbereich in der Bildungsdirektion

Eine Neuerung gibt es in der Bildungsverwaltung: Die im Schulsystem an verschiedenen Stellen vorhandene Expertise für Förder- und Unterstützungsmaßnahmen wird zu einem Fachbereich Inklusion/Diversität/Sonderpädagogik (FIDS) in der Bildungsdirektion zusammengeführt und organisatorisch in den Außenstellen der Bildungsdirektion verankert. Dies betrifft auch die bisherigen Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik (ZIS). ZIS waren entgegen vielfacher Auffassung keine Schulen, sondern an Sonderschulen angesiedelte Verwaltungseinheiten für die Beratung der Eltern und Organisation der Sonderpädagogik an Volks- und Neuen Mittelschulen. Ziel ist es nun, einerseits Sonderschuldirektoren zu entlasten und andererseits die Wirkung von Förderungen insgesamt zu erhöhen und damit Schülerinnen und Schülern möglichst optimal gelingende Bildungslaufbahnen zu ermöglichen – unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht, Begabung, Migrationshintergrund, Erstsprache oder auch einer Behinderung bzw. Beeinträchtigung.

Maßgeschneiderte Förderung und direkte Ansprechpartner

„Für mich ist wichtig, dass jede Schülerin und jeder Schüler maßgeschneidert genau die Förderung erhält, die sie oder er benötigt. Durch die regionalen Ansprechpartner ist der unmittelbare Kontakt mit den Eltern und Schülern vor Ort gesichert“, so Hutter. LK_180906_60 (sm/sab)

 

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.