Schmittentunnel von 1. bis 25. Oktober gesperrt

Sanierungsarbeiten machen Totalsperre nötig / Ausweichroute durch Zell am See und über Thumersbacher Landesstraße / Öffis in der Zeit günstiger

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.09.2018
 

(LK)  Der Schmittentunnel ist von 1. bis 25. Oktober komplett gesperrt. Grund sind umfangreiche Sanierungsarbeiten an den Informationsübertragungs- und Steuerungssystemen an der B311 Pinzgauer Straße von Straßen-Kilometer 44,5 bis 49,6. „Die Erneuerung der gesamten Steuerungstechnik ist unumgänglich. Nur so kann die Betriebssicherheit weiterhin gewährleistet werden“, erklärt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

Eine beschilderte Umleitungsstrecke führt durch die Stadt Zell am See. Kraftfahrzeuge unter 7,5 Tonnen Gesamtgewicht können auch die Route über die L247 Thumersbacher Landesstraße in Anspruch nehmen. Die Beschränkung auf der L247 wird während der Tunnelsperre von 3,5 auf 7,5 Tonnen erhöht.

Günstigere Öffis während der Tunnelsperre

Während der Sperre des Schmittentunnels werden die öffentlichen Verkehrsmittel in der Region günstiger angeboten und der Takt der Pinzgauer Lokalbahn verdichtet, gibt der Verkehrslandesrat bekannt. „Wir starten mit Beginn der Umbauarbeiten eine Öffi-Kampagne, schaffen ein vergünstigtes Angebot und erhöhen die Taktfrequenz. Damit wollen wir den Umstieg auf die Öffis attraktiver machen“, so Schnöll zum Resultat, das in Zusammenarbeit des Verbandes des Öffentlichen Personennahverkehrs Pinzgau mit dem Salzburger Verkehrsverbund erreicht wurde.

So bekommt man die Monatskarte zum Preis der Wochenkarte, wenn die Einstiegsstelle im Pinzgau liegt. Und die Pinzgauer Lokalbahn zwischen Piesendorf und Zell am See fährt dann jede halbe Stunde.

Faszinierender Blick ins Tunnelinnere

„Bei der Sanierung handelt es sich vor allem um elektrotechnische Maßnahmen, weniger um bauliche“, weiß Projektleiter Jakob Hasenauer von der Landesstraßenverwaltung, dass die Arbeiten für Außenstehende „wenig spektakulär sein werden, aber trotzdem unbedingt nötig“.

Dabei ist ein Blick auf die Systeme durchaus faszinierend: Insgesamt werden mehr als 6.000 Steuerungsanschlüsse vom alten auf das neue System umgerüstet. Verkehrssteuerung, Betriebslüftung, Brandfallsteuerungen, Notruf und die Tunnelbeleuchtung müssen auf einwandfreie Funktionalität vor Freigabe geprüft werden. 18 Industrie-PCs wurden in Nischen im Tunnel eingebaut und werden nun in Betrieb gesetzt.

Sanierungen im, vor und hinter dem Tunnel

Die Sperre wird auch zu weiteren Instandsetzungen im Tunnel und in den Vorportalbereichen genutzt. Mehr als 50 Türfronten werden saniert, Lüftungskanäle gereinigt und Kalkablagerungen, sogenannte Versinterungen, bei den Tunneldrainagen beseitigt. Weiters werden beim Kreuzungsbauwerk vor dem Südportal in Schüttdorf die Leitschienen erneuert. Die Vorarbeiten laufen auch jetzt während des Tunnelbetriebs bereits auf Hochtouren. So wird die Sperre des Tunnels zeitlich möglichst kurz gehalten.

Besserer Verkehrsfluss

Im Zeller Stadtgebiet werden die Ampeln während der Tunnelsperre durchgehend auf gelb blinkend gestellt. Davon verspricht man sich einen besseren Verkehrsfluss.

Und noch eine wichtige Info: Die Salzachuferstraße, auch bekannt als „Zemkastraße“, von Bruck an der Großglocknerstraße nach Kaprun beziehungsweise Zell am See kann nicht als Ausweichroute genutzt werden. Die Straße ist nämlich ebenfalls wegen dringend notwendiger Sanierungsarbeiten gesperrt.

Nadelöhr im Pinzgau

Der Schmittentunnel ist ein verkehrstechnisches Nadelöhr im Pinzgau. Er dient als einzige direkte Verbindung zwischen Ober-, Unter- und Mittelpinzgau und entlastet seit seiner Errichtung 1996 das Stadtzentrum von Zell am See. Rechtzeitig vor der nächsten Wintersaison wird er also mit modernster Steuerungstechnik wieder zur Verfügung stehen. LK_180918_51 (grs/kg)

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-3341, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.